Kein Lob für Trump!

Donald Trump ist böse und gefährlich für die Welt, darin sind sich weite Teile der deutschen Öffentlichkeit und die Eliten des Landes scheinbar einig. Und was soll man sagen, wenn es doch Abweichler gibt? Hier ein Beispiel:

Schade, dass ausgerechnet der Chef eines deutschen Unternehmens die Politik von Donald Trump in höchsten Tönen lobt. Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens, findet die Steuerreform des US-Präsidenten also klasse. Diese ist zu großen Teilen auf Pump finanziert, wird den Reichen noch mehr Geld auf ihre Konten spülen und die Mittelklasse sowie die Armen in den USA langfristig finanziell arg belasten. Man könnte die Reform also auch schlecht finden.

Kaeser möchte aber weiter gute Geschäfte in den Vereinigten Staaten machen. Beiß nicht die Hand, die dich füttert, heißt es ja. Menschlich ist das Lob also nachvollziehbar.

Darf man den letzten Satz auch auf all die in den letzten zwei Jahren so beflissen zitierten Manager anwenden, die die Politik der deutschen Bundeskanzlerin in den höchsten Tönen lobten? Hat der Kommentator vielleicht sogar etwas versteckte Selbstkritik vorbringen wollen? Übrigens: Hierzulande werden die Steuern ja bekanntlich nicht gesenkt, denn unsere Politiker sind nicht so böse und gefährlich, nicht so kalt und unsozial wie Donald Trump. Resultat: Die Mittelklasse und die Armen werden finanziell arg belastet. Gut, hierzulande profitieren nicht unbedingt nur die einheimischen Reichen davon. Hier ist auch noch genug für zahlreiche Subventions- und Fördergeldempfänger übrig. Und die beißen auch nicht in die Hand, die sie füttert.

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