Veggie, halal, rosa und süß

Ist es in den heutigen Zeiten fortgeschrittener Geschlechtergerechtigkeit nicht schon unanständig, wenn eine Firma, die Frauen als Werbeträger benutzt, selbige auf Plakaten und Werbeclips in süßes Barbie-Rosa taucht? Nicht immer. Wenn beispielsweise die wichtigste Protagonistin im Kopftuch wirbt, ist das bestimmt erlaubt. Schließlich kann man ja mit dem Schleier, der anzeigt, dass es sich bei der Frau um eine ehrbare Muslima handelt, keine sexistische Werbung machen, oder?

Katjes nutzt jetzt eine muslimische Kopftuchträgerin als Werbeträgerin für vegane Süßigkeiten. Das ist eigentlich ganz clever. Es liegt im politisch-korrekten Trend, man kann muslimische Kundschaft erreichen und auch Nichtmuslime glauben vielleicht einer Frau, die als Muslima in der Einhaltung von Speiseverboten erfahren ist, eher als unverschleierten Veganerinnen, die kein sichtbares Zeichen für die Unterwerfung unter strikte Regeln tragen.

Was vegan ist, ist bekanntlich auch halal. Da liegt doch im Veganen die Zukunft der Integration oder? Katjes präsentiert ein rosa Bild vom neuen Deutschland und es könnte so schön sein. Doch jetzt liest man: Die Muslimin ist gar keine Muslimin:

Vicenca Petrovic, das Gesicht unter dem Hidschab, hat in ihrem Instagram-Profil ein Foto mit Weihnachtsbaum und Geschenken von einer Feier mit der Familie in Berlin gepostet. Das Model macht auch regelmäßig Fotos in Bademode und Dessous. In Istanbul entstandene Aufnahmen mit dem Hashtag #Pakistaniwedding (Hochzeit in Pakistan) zeigen sie ohne Kopftuch und mit einem rückenfreien Kleid.

Nicht einmal dem Kopftuch kann man mehr glauben.

Mehr hier: https://www.youtube.com/watch?v=v1j4sSl7Gog

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