Mehr Milde nach dem Angriff für Sohn und Allah?

Ein Mann stürmt mit seinen zwei Söhnen unter „Allahu Akbar“-Rufen in eine Arztpraxis. Er brüstet sich, als Palästinenser schon Juden abgestochen zu haben und bedroht den Arzt. Die Staatsanwaltschaft klagt die Täter lediglich wegen gemeinschaftlicher Nötigung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung an. Die Urteile: Geldstrafen und Sozialstunden. Einem Verurteilten ist das zu hart, deshalb geht er jetzt in Berufung.

Doch der Reihe nach. Ende Juli 2016 berichtet der Express folgendes von der Tat:

Dr. Attila T. (54) ist anzumerken, wie sehr ihn der Horror-Übergriff in seiner Troisdorfer Praxis mitnimmt. „Ich muss mir nichts vormachen, mir geht es körperlich und psychisch schlecht“, erklärt er. Am Montag war ein Mann (45) mit einem Messer auf den Chirurgen zu gestürmt, er soll „Allahu Akbar“ und „Ich bin Palästinenser, ich habe so viele Juden abgestochen“ geschrien haben.

Der 45-Jährige befahl dem Arzt, sich bei seinem Sohn (19) zu entschuldigen, brüllte „Geh auf die Knie und küsse seine Hand!“ Der 19-Jährige war mit Schmerzen zu Dr. T. gekommen, war dann aber mit dem Fortgang der Behandlung nicht einverstanden. Seit dem Angriff ist die Praxis geschlossen. Der Mediziner und seine Frau (54), die am Empfang arbeitet, sind in ärztlicher Behandlung. […]

Seine Frau war nicht nur Zeugin des Angriffs, sondern auch selbst geschlagen worden. Seit Donnerstag ist die 54-Jährige aus der Klinik raus. Jetzt muss auch sie alles verarbeiten. […]

Der Vater (Bonner mit palästinensischem Hintergrund), seine Söhne und die Freundin des 19-Jährigen, die ihn verschleiert zum Arzt begleitet hatte, sind alle auf freiem Fuß. Und schweigen zu den Vorwürfen.

Anfang dieses Jahres dann wurde vom Urteil berichtet:

Vor dem Amtsgericht wurde Amir S. unter anderem wegen gemeinschaftlicher Nötigung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen a 50 Euro verurteilt. Die Verfahren gegen seine Söhne wurden gegen Zahlung von 1000 Euro beziehungsweise Leistung von 70 Sozialstunden eingestellt.

Es gibt Menschen, die würden das für ein mildes Urteil halten. Aber die Verurteilten mit ihren besonderen palästinensischen Erfahrungen erwarten es von der deutschen Justiz offenbar noch etwas milder. Der zu 5000 Euro verurteilte Haupttäter hat Berufung  eingelegt, also muss in der nächsten Instanz verhandelt werden. Aber auch Staatsanwaltschaft und Nebenklage sind derweil in Berufung gegangen. Was wird der deutschen Justiz diese Tat im nächsten Durchgang wert sein?

1 Kommentar

  1. Emmanuel Precht

    Ein geradezu hartes Urteil für unsere Justiz beim Umgang mit Wandergold!
    Hätte eine Erdfrucht 5x die Vorsteuer nicht angemeldet und 2500€ Steuern hinterzogen, wär sie mit 190 Tagessätzen von 250€ nach Hause geschickt worden.
    Wohlan…

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