Das Vaterland muss gegendert werden

„Warum gendern wir nicht unsere Nationalhymne, das Deutschlandlied?“, zitiert die „Bild am Sonntag“ aus einem Brief, den die Gleichstellungsbeauftragten im Bundesfamilienministerium, Kristin Rose-Möhring, per Hauspost anlässlich des bevorstehenden Frauentags herumgeschickt habe. Aus „Vaterland“ solle „Heimatland“ werden, die Zeile „brüderlich mit Herz und Hand“ könne man durch „couragiert mit Herz und Hand“ ersetzen.

Der Vorschlag hat bestimmt Aussichten auf Verwirklichung, weil man ja nach den ungeschriebenen politisch-korrekten Regeln dazu kaum Nein sagen kann. Wer will schon das „Vaterland“ verteidigen? Debattiert würde sicherlich, ob „Heimatland“ nicht noch etwas zu rechts ist. Da können die Frauenbeauftragten ja nach einem anderen Wort suchen. Mutterland ginge doch, oder?

Wenn Sie jetzt denken, Ihnen könne egal sein, was Frau Rose-Möhring sagt, weil Sie noch nie etwas von ihr gehört haben, liegen Sie womöglich falsch: Die Frau ist nicht nur seit 2001 Gleichstellungsbeauftragte im Bundesfamilienministerium, sondern auch Vorsitzende des interministeriellen Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten der obersten Bundesbehörden. 2012 habe sie vor dem Berliner Verwaltungsgericht mit Erfolg geklagt, weil die damalige Ministerin Kristina Schröder (CDU) im Alleingang drei Spitzenposten im Haus an Männer vergeben hatte, erinnert ntv.

1 Kommentar

  1. derkompetente

    Bei dieser Gelegenheit sollte man auch die drei letzten Worte ändern: „…..blühe deutsches Vaterland“. Schließlich ist es einem türkischen Deutschen ( oder deutschem Türken ), einem Syrier, Nordafrikaner usw. nicht zuzumuten, diese Worte mit voller Inbrunst in die Gegend zu plärren.

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