Deday war auch willkommen

Wer weiß schon, ob sein offizielles Alter stimmt? Wenn es stimmt und er nicht zusammen mit Verwandten gekommen ist, dann muss Deday als „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ (UMA) betreut worden sein. In jedem Fall soll er ein junger Mann sein, der aus dem Irak nach Deutschland gekommen ist und sicher angemessen willkommen geheißen wurde. Für einige gehörte Deday zu den Menschen, die wir geschenkt bekommen haben, aber er selbst hat sich wohl kaum als Geschenk an die Ungläubigen gesehen. Mit der Zuschreibung des fast schon wieder vergessenen zwischenzeitlichen SPD-Vorsitzenden Martin Schulz, dass auch Männer wie Deday wertvoller seien als Gold, weil sie ihren Traum von Europa mitbrächten, könnte er vielleicht schon mehr anfangen. Aber ob er diese Worte je gehört hat? Ob man ihm solche Äußerungen deutscher Spitzenpolitiker übersetzt hat? Das bleibt an dieser Stelle Spekulation.

In klarer Verwaltungsprosa erklärt uns nun aber die Behörde des Generalbundesanwalts, in welcher Form Deday das Land, das er angesteuert hat, das ihn aufnahm, Obdach gab, beköstigte und versorgte, bereichern wollte:

„Die Bundesanwaltschaft hat gestern (7. März 2018) beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs einen Haftbefehl gegen den 17-jährigen irakischen Staatsangehörigen Deday A. wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erwirkt. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, sich Sprengstoff beschafft zu haben, um einen islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland oder Großbritannien zu begehen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen plante Deday A. einen Sprengstoffanschlag, wozu er eine große Menge an Chinaböllern in seiner Wohnung in Hessen verwahrte, aus denen er Schwarzpulver zum Bauen eines Sprengsatzes gewinnen wollte.

Darüber hinaus steht der Beschuldigte im Verdacht, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ beteiligt zu haben. […]

Er ist gestern dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt worden, der den Haftbefehl in Vollzug gesetzt hat.“

1 Kommentar

  1. Keno tom Brok

    Diesmal gab es sogar einen Haftbefehl?? – Ich staune!
    Der arme & traumatisierte Mufl (17!) wollte die Chinaböller doch bestimmt nur am Görlitzer Park (Berlin) verkaufen, so wie damals Anis Amrin seine kleinen Tütchen mit Sämereien. Da sollte die dt. Justiz aber, wie gewohnt, kultursensibel vorgehen und nicht vorschnell urteilen. Haftbefehl – tz, tz, tz… Eine wohlmeinende Ermahnung hätte es doch auch getan.
    Wahrscheinlich wollte sich Deday A. auch nur mit einem Überraschungsfeuerwerk bei den deutschen Gutmenschen für seine kostenlose & lebenslange Rundumversorgung bedanken – KABUMM! Eventuelle Kollateralschäden müssen bei so viel gutem Willen eben in Kauf genommen werden.

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