Toleranz-Ideen von Aiman Mazyek

Dass Kinder an deutschen Grundschulen gemobbt werden und von Mitschülern Todesdrohungen bekommen, weil sie „Ungläubige“ sind und sich nicht Allah unterwerfen wollen, hat selbst die Teile der deutschen Öffentlichkeit aufgeschreckt, die sich normalerweise selbst noch so dreiste Ansprüche und Zumutungen von Islam-Funktionären schönreden, um ihnen dann weitestgehend entgegen zu kommen.

Nun könnte ein solches Erschrecken dazu führen, dass sich ein größerer Teil des deutschen Publikums Gedanken macht, was das alles vielleicht doch mit „dem Islam“ und seiner Ideologie der Überlegenheit von Allahs Gefolgschaft zu tun haben könnte. Denn der Islam, den u.a. die Verbände vertreten, die bislang von der Bundesregierung als Sachwalter der Interessen der Muslime in Deutschland behandelt werden, geht davon aus, dass sich die Un- und Andersgläubigen unterwerfen müssen und es für Muslime kein Entrinnen aus der islamischen Gemeinschaft gibt, schon gar nicht in eine „Mischehe“ mit Nicht-Muslimen. Frauen dürfen die nicht eingehen und Männer nur dann, wenn gesichert ist, dass alle Nachkommen Muslime bleiben. Auch die Islamverbände, die ihre Lippenbekenntnisse zum Grundgesetz abgeben, predigen diese Abgrenzung. „Integration“ kann es logischerweise nur in eine Richtung geben, nämlich, dass sich die „Ungläubigen“ in die Gemeinschaft derer integrieren, die Allah und seinem Propheten folgen. Allein diese kleine Regel verdeutlicht den Herrschaftsanspruch, mit dem alle Nicht-Muslime zugleich zu minderwertigen Menschen erklärt werden. Und sie ist kein Einzelfall.

Solche Gedanken sind gerade bei den Muslimverbänden, die sich staatlicher Fördermittel, dem Zugang zum Unterricht in staatlichen Schulen und der teilweise vom Steuerzahler bezahlten Vermittlung von Asylbewerbern in die Gemeinden erfreuen dürfen, nicht besonders beliebt. Deshalb springt in solchen Fällen der in Politik und Medien weitgehend beliebte Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, ein, um den Interessierten wieder etwas Futter zum Schönreden der Islamideologie zu geben.

Als Teil der Lösung, so wird berichtet, bietet er an „konkret zehn Imame“ an Schulen zu schicken. Dort sollten sie am besten zusammen mit zehn Rabbinern vor den Schülern auftreten. Wie ausgewogen und tolerant das doch klingt, da sind die meisten gutwilligen Deutschen bestimmt schnell bereit, die gewaltige Schieflage dieses Vorschlags zu übersehen. Hoffentlich lesen sie zuvor ein paar Zeilen, die Elio Adler, der Vorsitzende der WerteInitiative e.V., in der Welt geschrieben hat, weil sie das Perfide dieses Vorschlags kurz und treffend beschreiben:

„Klingt wie eine schöne Idee. Aber hängen die klare Positionierung und deradikalisierenden Aktivitäten der muslimischen Verbände von jüdischer Mitwirkung ab? Es handelt sich hier nicht um einen bilateralen Konflikt, zu dessen Lösung sich zwei Seiten aufeinander zubewegen müssen.

Es gibt keine Übergriffe jüdischer Kinder auf muslimische Mitschüler, es gibt keine jüdischen Demonstrationen in Berlin, auf denen islamische Symbole verbrannt werden, es gibt keine muslimischen Toten, die in Frankreich oder Belgien wegen ihres Glaubens von Juden, unter Berufung auf die jüdische Religion, getötet wurden. Andersherum gibt es das aber leider.“

Dass nun ausgerechnet konservativen Imamen in Folge dieser Mazyek-Idee eine noch stärkere Präsenz an Schulen zugestanden wird, wäre ein weiterer Schritt auf dem bereits eingeschlagenen Irrweg:

„In die Schulen eines säkularen Staats gehören nicht noch mehr Geistliche, sondern qualifizierte Pädagogen.“

2 Kommentare

  1. Martin Landvoigt

    Es gibt nun mal klare Aussagen im Koran, die von Muslimen auch überwiegend wörtlich verstanden werden und die mit dem Grundgesetz unvereinbar sind. Da ist es nicht erstaunlich, dass sich erschreckende Entwicklungen zeigen. Wie unter diesen Umständen behauptet werden kann, der Islam gehöre zu Deutschland, ist in meinen Augen völlig unverständlich.

    Etwas anderes ist die Frage nach den Menschen: Natürlich dürfen Menschen auch Ansichten haben, die sich nicht mit dem Grundgesetz vereinbaren lassen. Das ist Teil der Meinungsfreiheit. Diese werden nicht des Landes verwiesen, sondern sind aufgefordert, sich weiterhin in die plurale Gesellschaft zu integrieren.

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  2. restverstand Deutschland

    Sehr gut, wäre auch fast auf das „wir müssen gemeinsam“… hereingefallen. „Wir“ haben keine Schuld in dieser Frage, bestenfalls Mit-Schuld weil wir gewähren lassen. Wir müssen also gar nichts, ausser unseren Standpunkt ABSOLUT deutlich machen! Grundsätzliche Streichung von Religisonunterricht, dafür Ethik als Schwerpunkt-Fach der Erziehung und „ohne-wenn-und-aber-klare-Kante“ bei Vertössen gegen das GG.

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