„Der deutsche Michel ist ängstlich“

Der Islam-Experte Prof. Bassam Tibi wird nicht müde, das deutsche Schönreden der Probleme der Zuwanderung und des Erstarkens des politischen Islam mit unbequemen Wahrheiten zu stören. Ein schönes Beispiel solch einfacher Klarheit ist sein jüngstes Interview mit der NZZ. Hier drei kurze Auszüge:

„Die Leute, die hierherkommen, werden nicht integriert. Ich habe als Berater mit Verwaltungsleuten über Integration geredet und war erstaunt. Mit Integration meinen sie: Registrierung, Alimentierung, häusliche Unterbringung, bestenfalls Sprachkurse. Integration heißt aber, dass man eine Bürgeridentität annimmt. Zu einer Heimat gehört Identität. Wenn dieser Faktor ausgeschlossen wird, bleibt nichts. Da steckt aber das deutsche Problem: Es gibt kein Identitätsangebot.“

„Deutschland bräuchte eine kritische Islam-Debatte, aber die wird von der Politik unterdrückt. In Deutschland bestimmen die mächtigen muslimischen Verbände, wo es langgeht.“

„Ich hatte gehofft, dass die Deutschen aufwachen. Das ist aber nicht passiert. Eine links-grüne Minderheit dominiert die Medien. Viele Menschen denken so wie ich; in privaten Gesprächen äußern sie auch ihre Bedenken. Wenn sie aber öffentlich reden, haben sie Angst. Es gibt eine Atmosphäre der Selbstzensur in Deutschland. Persönlich habe ich keine Angst vor Diffamierung. Ich kann mich wehren. Aber der deutsche Michel ist ängstlich.“

Das ganze Interview finden Sie hier: https://www.nzz.ch/feuilleton/die-islam-konferenz-ist-deutsche-unterwerfung-ld.1371525

2 Kommentare

  1. harko

    Nicht täuschen lassen: Dieser Herr Tibi ist das geradezu das Paradebeispiel für die von ihm selbst angeprangerte, fehlende Zivilcourage, wenn er in diversen Blogs polit- und gesellschaftstheoretische Forderungen stellt, dann aber als CDU-Mitglied unbeirrt der „Größten Kanzlerin aller Zeiten“ huldigt.
    Muss ich so einen Menschen ernstnehmen?

    Antworten
  2. kicknrush

    Gewiß, Ängstlichkeit bzw. fehlende Zivilcourage gibt es reichlich. Doch das Gegensatzpaar ängstlich-mutig greift als Oberbegriff wesentlich zu kurz, die aktuelle Gemengelage einzuordnen. Will man die Ängstlichkeit aber dennoch bemühen, so müssen Michel und sin Fru Sugarmama geradezu Heroen sein, im Vergleich zu Schweden, England, Frankreich, Belgien, Schweiz und Italien.

    Wesentlich weiter oben im Ranking stehen gesellschaftliche Infantilisierung und unendliche Langsamkeit des Verstehens.

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.