Zu wenig Familiennachzug?

Es gibt einfach zu wenig Familiennachzug und weil die jungen syrischen Männer, die über viele Grenzen und durch etliche sichere, friedliche Länder extra nach Deutschland „geflüchtet“ sind, um die großzügig einladenden Deutschen nicht zu enttäuschen, nun auch gern ihre Familien hier hätten. Die aber leben in der Türkei und dürfen nicht kommen.

Und was tun manche der jungen syrischen Männer nun? Sie „flüchten“ zurück in die Türkei. Legal dürfen sie nicht in die Türkei reisen, denn die nimmt höchstens Syrer auf, die aus Syrien kommen. Das ARD-Magazin „Panorama“ hat sich vor einigen Tagen diesem Thema gewidmet. Denn es kann doch nicht sein, dass sich die „Schutzsuchenden“ plötzlich selbst entscheiden, des Schutzes gar nicht mehr zu bedürfen, wenn der deutsche Staat sich weigert, ihre gesamte Familie einzufliegen und zu alimentieren.

Wenn man wöllte, könnte man aus dieser Geschichte etwas lernen, was bestimmt nicht von der Redaktion gewollt ist: Fallen die Anreize der Vollversorgung mit Sozialleistungen aller Art für die ganze Familie als Belohnung für die Ankunft in Deutschland weg, wäre auch der Drang, ausgerechnet in die Mitte Europas zu gelangen, gar nicht mehr so groß. Dann kann man plötzlich mit der Familie auch in der Heimat kulturnäheren Räumen leben.

Mehr hier: https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2018/Gefangen-in-Europa,umgekehrteflucht104.html

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.