Kopftuch, Kreuz und Kippa für alle

FUNDSTÜCK:

Margot Käßmann hatte eigentlich vor Wochen angekündigt, sie lasse sich alsbald mit einem Festgottesdienst in den vorgezogenen Ruhestand verabschieden, weil sei dann endlich ihr Häuschen auf der schönen Insel Usedom genießen könne. Doch Liebhaber ihrer originellen Ideen zur Weltenrettung müssen deshalb bestimmt keine Angst haben, sie würde deshalb aufhören, dem gemeinen Volke in ihren Kolumnen den Weg zu weisen.

Was sollen wir beispielsweise tun, nachdem judenfeindliche Angriffe auf offener Straße auch Dank der von Frau Käßmann gefeierten Massenzuwanderung junger Männer aus Arabien wieder verstärkt zu Deutschland gehören? Ganz einfach. Die Schule bringt dem gesammelten Nachwuchs mal religiöse Toleranz bei. Die Themenwoche à la Käßmann sieht dann so aus:

„Am Montag gibt es eine Einführung über die Religionen in dieser Welt insgesamt und die drei großen monotheistischen Religionen im Besonderen. Am Dienstag tragen alle Kippa (Ja, Jungen und Mädchen!) und lernen, was den jüdischen Glauben ausmacht. Am Mittwoch tragen alle ein Kreuz und erfahren, was es für Christinnen und Christen bedeutet. Am Donnerstag tragen alle ein Kopftuch (Ja, auch die Jungen!) und werden in den Islam eingeführt.
Wer zu der jeweiligen Religion gehört, darf erzählen, was es bedeutet, die anderen stellen Fragen. Und am Freitag trägt niemand ein religiöses Symbol und es wird klar, dass es auch die Freiheit gibt, ohne Religion zu leben. Das kann doch so schwierig nicht sein. Ja, es geht im Glauben um Wahrheit. Aber gerade, wenn ich die Wahrheit über Gott für mich gefunden habe, kann ich ohne Angst offen dafür sein, dass andere Menschen eine andere Wahrheit über Gott gefunden haben.“

Und diese Themenwochen veranstalten wir dann auch in Afghanistan, im Gaza-Streifen, im Westjordanland, in Saudi-Arabien, Syrien, Libyen und der Türkei, um nur einige zu nennen? Kann Frau Käßmann ihre Anliegen nicht dort vorbringen? „Das kann doch so schwierig nicht sein“, schrieb sie doch aufmunternd. Vielleicht fängt man in einigen dieser Länder aber besser damit an, alles zusammen an einem Tag zu tragen: Kippa und Kreuz verborgen unter dem Ganzkörperschleier.

https://www.facebook.com/BamS/photos/a.623151204401155.1073741828.617504784965797/1617454044970861/?type=3&theater

1 Kommentar

  1. Ulrich Bohl

    In der Geschichte der Religionen ist kein Zeitabschnitt
    bekannt in dem die Religionen maßgebliches zum Erhalt
    des Friedens oder der Freiheit beigetragen haben.
    Stets waren sie auf der Seite der Mächtigen und haben
    deren handeln auch zum Eigennutz religiös gerechtfertig.
    Der Satz „Sprach der König zum Priester: Halte du sie dumm, ich halte sie arm“ drückt das eindeutig aus. Frau Käßmann
    ist ein sehr gutes Beispiel für dieses Verhalten. Im eigenen
    Interesse die großen Probleme schön reden wollen, mehr ist das
    nicht. Sie wird dafür ja auch fürstlich entlohnt.
    Obwohl Ihr Plan auch noch erhebliche Mängel aufweist.
    An jedem Tag der Woche sollte den ihr ans Herz gewachsenen
    beigebracht werden, wozu ein Messer benutzt werden sollte.
    Es ist zum Schneiden da und nicht als hieb-und stichfestes
    Argument. Wer das nicht versteht ist im falschen Land und
    muss es verlassen.

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