Warum ein Arzt keine Asylbewerber mehr behandeln will

Ein Arzt aus Deggendorf in Bayern tut etwas Ungeheuerliches: Er erklärt, dass er keine Asylbewerber mehr behandeln wolle. Er tut dies öffentlich, sogar in der Zeit. Mag dort auch die Bezahlschranke noch den einen oder anderen Leser fernhalten, durch bild.de hat die Geschichte jetzt große Verbreitung erfahren. Auch wenn sein Name nicht genannt wird, so dürfte die Gefahr, dass ihn interessierte Kreise „entlarven“ und dann als Fremdenfeind und „Rassist“ anprangern, so gering nicht sein, denn in Deggendorf werden auch nicht unüberschaubar viele Ärzte praktizieren.

Was der Mediziner über seinen Alltag in einer Asylbewerber-Unterkunft schreibt, würden wahrscheinlich immer noch viele als Klischees und Vorurteile abtun, wenn es keine Erfahrungsberichte wären. Als „Medizintouristen“ und „frech und fordernd“ beschreibt er einen großen Teil der Patienten, die zu ihm ins Behandlungszimmer im Transitzentrum in Deggendorf gekommen seien. Ungefähr die Hälfte der Zuwanderer seien nicht mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen gekommen, sondern hätten Behandlung für den Muskelkater vom Tischtennisspielen und teure Zahn-OPs gefordert. Sein Verdacht: Viele „Flüchtlinge“ kämen inzwischen auch deshalb ganz bewusst nach Deutschland, um kostenfrei medizinisch behandelt zu werden. Manch einem sei es auch um genügend Schmerztabletten zum Dealen gegangen. Der Arzt wird weiter zitiert: „Da kommen jetzt Leute, die wollen Viagra.“

Gerade etliche Zuwanderer, die mit Sicherheit abgelehnt werden, scheinen damit zu rechnen, dass sie die Bearbeitungszeit ihres Asylantrags zur Inanspruchnahme medizinischer Leistungen nutzen könnten, die sie daheim bezahlen müssten. „Die Leute wissen, wie schleppend die Verfahren hier laufen. Und sie glauben, sich in der Zwischenzeit von deutschen Spezialisten behandeln lassen zu können“, erzählt der Mediziner in der „Zeit“.

Das war nicht von Anfang an so. Der resignierte Arzt betreute Asylbewerber schon während der ersten großen „Flüchtlingswelle“ von 2015. Damals habe er noch Kriegsopfer aus Syrien oder dem Irak behandelt. Diese seien noch mit „bis aufs Fleisch wund gelaufenen Füßen“ und „Beinen voller Granatsplitter“ gekommen.

In dieser harten Zeit habe er oft nur eine oder zwei Stunden geschlafen, ein Jahr lang keinen Urlaub gemacht. Diese Menschen seien dankbar für die Hilfe gewesen, berichtet der Arzt. Er glaubt: weil sie damals wirklich hilfsbedürftig waren. Das alles sei jetzt vollkommen anders. Ein Arzt in Deggendorf bekam von einem zugewanderten Patienten eine Faust ins Gesicht, weil er nicht dessen Wünsche erfüllte. Ein anderer Asylbewerber sei mit dem Messer im Behandlungsraum aufgetaucht, um seine Forderungen erfüllt zu bekommen. Der resignierte Arzt ist bald nicht mehr dabei. Ende Mai werde er aus der Betreuung von Asylbewerbern aussteigen.

Und der Leser dieser Geschichte fragt sich nun, wie viele teure medizinische Leistungen, die für deutsche Patienten nur schwer zu erlangen sind, bekommen besonders aggressive zugewanderte Forderer zugestanden, um Ärger zu vermeiden?

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.