Deutsche an allen Fronten

Mag die Mehrheit der Deutschen noch so pazifistisch sein, Frontkämpfer mit deutschem Pass sind auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt immer stärker vertreten. Es ist eine der ungern erwähnten Nebenwirkungen der Politik, den Mitbewohnern mit dem sogenannten Migrationshintergrund möglichst schnell und voraussetzungslos die deutsche Staatsbürgerschaft anzudienen. Die generelle Akzeptanz der doppelten Staatsbürgerschaft für in Deutschland geborene Migranten, die lediglich acht Jahre im Lande zugebracht haben müssen, wird die Zahl der Deutschen, die an die Front ziehen, sicher erhöhen. So können in aller Welt künftig auch hin und wieder Deutsche auf Deutsche schießen.

Hamza und Abu Muwahid kämpfen für den Islamischen Staat. Kassem Schascho kämpft gegen den Islamischen Staat, weil der sein Volk, die Jesiden, vernichten will. Die Gemeinsamkeit der erbitterten Feinde: Sie sind Deutsche, zumindest dem Pass nach. Hamzas Eltern sind Türken, Muwahids Vorfahren sind Kurden. Sie gehören zu der immer stärker werdenden Gruppe freiwilliger deutscher Frontkämpfer. Die kämpfen nicht nur in Syrien und im Irak, auch in Pakistan und Afghanistan ist der Krieger mit dem deutschen Pass längst selbstverständlich. Genaue Zahlen gibt es nicht, doch allein für Syrien und Irak gibt es Schätzungen über 400 deutsche Kämpfer. In dieser Zählung wird zwischen autochthonen Deutschen und solchen mit Migrationshintergrund nicht unterschieden. Und tatsächlich finden sich unter den Kämpfern auch einige junge Männer mit deutschen Vorfahren. Die übergroße Mehrheit stellen aber Kinder von Zuwanderern, die schon als Moslems aufwuchsen, sich irgendwann radikalisierten und sich später für die extremsten und brutalsten Varianten einer Glaubens-Ideologie entschieden. Der deutsche Frontkämpfer von heute müsste also korrekt als Kämpfer aus Deutschland bezeichnet werden.

Vor noch nicht allzu langer Zeit war das deutsche Publikum schockiert von den Bildern, die einen ISIS-Kämpfer aus Deutschland zeigten, der stolz einen abgeschlagenen Kopf in die Kamera hielt. Die Brutalität der Kämpfer des Islamischen Staats macht Angst, vor allem, weil die Islamkrieger mit dem deutschen Pass jederzeit zurückkehren können. Plötzlich überschlagen sich insbesondere Politiker von CDU und CSU mit Ideen, wie man diesen gefährlichen Männern den Weg versperren könnte. Da wird auch gern vom Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft fabuliert, ohne daran zu denken, dass der rechtlich gar nicht möglich ist. Nach den willkürlichen Ausbürgerungen der NS-Diktatur hatten sich die Autoren des Grundgesetzes entschlossen, den Entzug der Staatsbürgerschaft zu verbieten. Gegen seinen Willen kann also niemand ausgebürgert werden. Nur beim ungenehmigten freiwilligen Eintritt in den Dienst von bewaffneten Verbänden eines ausländischen Staates, dessen Staatsangehörigkeit der oder die Betroffene besitzt, wäre dies rechtlich möglich. Das trifft auf die Frontkämpfer aus Deutschland aber nicht zu.

Auch nicht auf die wenigen, die auf der anderen Seite der Front stehen. Kassem Schascho kämpft zur Verteidigung seines Volkes, der Jeziden, im Irak. In den neunziger Jahren war er aus dem Land geflohen, konnte sich in Deutschland niederlassen, gründete eine Existenz und bekam die deutsche Staatsangehörigkeit. Doch als er den drohenden Vormarsch der ISIS sah, hielt ihn nichts in der neuen Heimat und er ging an die Front. (mehr hier)

Wenn also der Entzug der deutschen Staatsangehörigkeit unmöglich und deshalb auch keine Lösung des Problems ist, dann könnten die Verantwortungsträger vielleicht darüber nachdenken, ob sie bei den Reformen des Staatsbürgerschaftsrechts nicht vielleicht Fehler gemacht haben und der Weg in die generelle doppelte Staatsbürgerschaft vielleicht doch ein Irrweg ist.

Nicht nur, dass inzwischen vielerorts kaum noch Voraussetzungen für die Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit erfüllt werden müssen und für die hier Geborenen der Doppelpass zur Regel wird. Zusätzlich haben sie übersehen, dass ja das alte Abstammungsrecht trotzdem weiter gilt, so dass es im Ausland künftig zu einer wundersamen Vermehrung der Deutschen kommen kann.

Denn die Nachkommen eines deutschen Staatsbürgers sind Deutsche, egal wo sie geboren werden und aufwachsen, welcher Nationalität der andere Elternteil ist oder ob die Nachkommen irgendeinen Bezug zu Deutschland haben. Sie müssen Deutschland nie gesehen haben, die Sprache nicht verstehen, aber sie haben ein Recht auf die deutsche Staatsbürgerschaft.

Unabhängig davon, wie sich all diese künftigen Deutschen entwickeln werden ist es mit den heutigen Frontkämpfern schon kurios. Diejenigen, die politisch für möglichst leichte Einbürgerungen eintraten, waren meist auch die, die sich ein gewaltfreies Deutschland wünschten. Nun trägt ausgerechnet die Verwirklichung ihrer Politik mit dazu bei, dass Deutsche an allen Fronten kämpfen. PG

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3 Kommentare

  1. Harry

    Moslems in der BW sind eine Sicherheitsgefahr.In Frankreich haben ja schon Soldaten gesagt das sie nicht auf ihre „Brüder“ schiessen werden,gemeint sind damit nicht die Franzosen sondern Moslems.Aus dem selben Grund hat die Türkei keine Kampfeinheiten nach Afghanistan geschickt.

    Moslems sind also 30,72 mal öfter eine Sicherheitsgefahr als der Durchschnitt in der Bundeswehr!!!!!!!!!!!!

    Unterwanderte Truppe
    Experten enttarnen 50 Islamisten in der Bundeswehr

    Der Militärische Abschirmdienst hat 400 Extremisten in den Reihen der Bundeswehr ausgemacht. Die meisten davon sind Neonazis und Islamisten. Nun drohen ihnen Entlassungsverfahren.

    Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hat 2012 rund 400 Extremisten in der Bundeswehr aufgedeckt. Etwas mehr als 300 von ihnen gehörten dem rechten Lager an(mal wieder eine totale Unkenntnis-Nazis sind und waren Sozialisten-in dem bekanntesten Nazi Lied”Die Fahne hoch”wird davn gesungen das “die Reaktion” Nazis erschossen hat.Mit Reaktion sind Reaktionäre also Rechte gemeint.), etwa 50 seien Islamisten, sagte MAD-Präsident Ulrich Birkenheier dem Deutschlandfunk.

    Gegen die erkannten Extremisten würden Verfahren eingeleitet, um sie aus der Armee zu entlassen: “Fakt ist: Extremisten haben keinen Platz in der Bundeswehr”, sagte Birkenheier.

    Der 1956 gegründete MAD soll die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium gegen “sicherheitsgefährdende oder geheimdienstliche Tätigkeiten” – also Sabotage und Spionage – schützen. Der in Köln ansässige Dienst wird nach Angaben Birkenheiers erst dann aktiv, wenn der Verdächtige als Soldat, Angestellter oder Beamter in der Bundeswehr eingestellt ist. Die Erkenntnisse reichten aber nicht aus, um ein Entlassungsverfahren erfolgreich bestehen zu können.

    Von der aktuellen Ausspäh-Diskussion ist der MAD nach Aussage seines Präsidenten nicht betroffen. “Wir arbeiten strikt einzelfallbezogen, personenbezogen, was die Angehörigen der Bundeswehr betrifft.”

    Allerdings werde auch im Internet recherchiert, “ob sich Soldaten oder zivile Angehörige der Bundeswehr im Internet in irgendwelche Richtungen äußern, für die uns Anlass geben, das näher zu überprüfen”.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article118023465/Experten-enttarnen-50-Islamisten-in-der-Bundeswehr.html#disqus_thread

    Zur Zeit gibt es etwa 1000 Moslems in der BW.

    http://de.qantara.de/Ramadan-in-Uniform/21288c23879i0p/

    Also sind ca. 5% der Moslems bei der BW Islamisten.Die Politker reden ja immer von 0,1% gefährlichen Moslems.

    Juden gibt es ca.200 in der BW von Extemisten ist nichts bekannt.

    Kommen wir zum Rest-300 Neo-Nazis oder ähnliches.

    Zur Zeit gibt es 185.498 (Juni 2013)Aktive Soldaten in der BW.
    Ohne Moslems und Juden sind es 184298.
    Macht also 0,16275% Extremisten aus.

    Moslems sind also 30,72 mal öfter eine Sicherheitsgefahr als der Durchschnitt in der Bundeswehr.

    Von den restlichen 50 wird nichts berichtet aber da bleibt wohl nur der Linke Sektor.

    Würde man alls Soldaten einrechnen also auch die nicht Aktiven wäre die Zahl noch höher!!!

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  2. Deutsche

    „Denn die Nachkommen eines deutschen Staatsbürgers sind Zitat: „Deutsche, egal wo sie geboren werden und aufwachsen, welcher Nationalität der andere Elternteil ist oder ob die Nachkommen irgendeinen Bezug zu Deutschland haben. Sie müssen Deutschland nie gesehen haben, die Sprache nicht verstehen, aber sie haben ein Recht auf die deutsche Staatsbürgerschaft.“
    Aus meinem Unbehagen über das Verschleudern der deutschen Staatsangehörigkeit wird nun wirklich Angst.

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    1. Harald

      Pech haben ethnische Deutsche im Osten(andere wurden eh kaum anerkannt wie z.b Afrika Deutsche-bei denen hies es das sie keine Verbindung mehr zu Deutschland hätten…)die müssen Deutsch von ihren Eltern gelernt haben(was bekanntlich Verboten war)und dürfen den Test auch nur 1 mal machen.

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