Eine Morgengabe für die neue Justiz

FUNDSTÜCK:

Es ist eigentlich nicht ganz neu, dass deutsche Gerichte bei ihrer Urteilsfindung auch islamisches Recht berücksichtigen Doch der durch die rasant angestiegene Zahl der Muslime durch die Migrations-Förderung der letzten Jahre, sind das bald nicht mehr Einzelfälle. Wenn ein deutsches Gericht sich beispielsweise anschickt, den Anspruch einer Frau auf die Morgengabe nach einer Heirat nach islamischem Recht zu klären, dann ist es höchstwahrscheinlich Vorreiter für viele Gerichte nach ihm. Das denkt man sich so, wenn man vor einigen Tagen in Bild lesen konnte:

„Die Ex-Frau vonTaxifahrer Ali A. (44) aus Karlsruhe verlangt von ihm die so genannte Morgengabe, weil die beiden nach islamischen Recht geheiratet haben! Jetzt muss das Amtsgericht entscheiden, ob A. 219 persische Goldmünzen (Wert: 84 000 Euro) zahlen muss!

Die gescheiterte Liebesgeschichte begann vor zehn Jahren: Ali A. lernte Mona G. (32) in seiner Heimat Iran kennen, ein halbes Jahr später heirateten sie in Teheran (Iran). Der Taxifahrer ließ sich, so sagt er, von den Schwiegereltern dazu überreden, seiner Ehefrau die Morgengabe zu zahlen. Damit alles sicher war, leistet er insgesamt 12 Unterschriften unter Verträgen.“

Und nur weil die Ehe nun im Lande der Ungläubigen gescheitert ist, muss auch ein Gericht der Ungläubigen klären, ob Ali jetzt zahlen muss? Dürfte das nicht nur klären, ob sie nach deutschem Recht Unterhalts- oder Versorgungsansprüche hat? Solche Fragen zeigen wahrscheinlich ein rückwärtsgewandtes Rechtsverständnis des Autors dieser Zeilen. Zum Glück findet man überall heutzutage einen passenden Welterklärer:

„Ein Teil der Morgengabe wird sofort, ein Teil als „Abendgabe“ erst nach Scheidung oder Tod des Mannes fällig. Das Oberlandesgericht in Köln urteilte 2015, dass ein iranischer Ehevertrag in das deutsche Recht einbezogen werden darf.“

Und zwar auch dann, wenn schon iranische Gerichte mit der Morgen- und Abendgabe beschäftigen.

„Mona G. hat ihren Ex-Mann sowohl im Iran als auch in Deutschland verklagt. Im Iran wurde er bereits verurteilt zu zahlen. In Deutschland läuft der Prozess derzeit.“

 „Die Gerichte hier sind überfordert mit den unbekannten Traditionen und Gesetzen. Die Prozesse werden auf Kosten der deutschen Steuerzahler geführt“, sagt Alis Anwalt Dr. Dr. Seyed Iranbomy (51).“

Aber die deutsche Justiz ist zu Integrationsleistungen bereit. Es gibt bestimmt schon Richterfortbildungen in islamischem Recht, quasi als Morgengabe der deutschen Rechtspflege, damit sich muslimische Zuwanderer hier heimisch fühlen können.

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1 Kommentar

  1. dentix07

    Spielt es überhaupt eine Rolle aus welchen Gründen (religiös, Tradition, etc.) dieser Vertrag über die „Morgengabe“ geschlossen wurde?
    Im Grunde geht es doch darum ob dieser Vertrag auch nach deutschem Recht gültig ist! Denn was anderes als ein Vertrag ist es nicht! Und da gilt (sofern die Vertragsbestimmungen deutschem Recht entsprechen): pacta sunt servanda (Verträge müssen eingehalten werden!)

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