Die muslimische Braut

Wie sagte Wolfgang Schäuble doch als er noch Finanzminister war? „Für uns sind Muslime in Deutschland eine Bereicherung unserer Offenheit und unserer Vielfalt.“ Dieser Satz ist ungeheuer wichtig, denn die Beteiligung der zugewanderten und zuwandernden Muslime an der Wertschöpfung ist bekanntlich stark unterdurchschnittlich und manche Kleingeister denken ja bei Bereicherung immer noch an einen messbaren Gewinn für die Gesellschaft.

Dabei werden wir auch dadurch bereichert, dass es nicht mehr so langweilig ist. Hier berichtet der Weser-Kurier beispielsweise von einer Familiengründung der vielfältigeren Art:

„Es war eine Feier, die Oslebshausen so wohl noch nicht erlebt hat. Etliche Hochzeitsgäste schlugen aufeinander ein, mehr als 100 Polizisten mussten zum Schlichten anrücken – und wurden selbst angegriffen, an jenem Sonnabend, 2. Juni. Die Polizei sprach später von einer „äußerst aggressiven Grundstimmung“ unter den etwa 400 Besuchern, darunter auch Syrer. Die Ermittlungen laufen, aber nicht nur wegen der Massenschlägerei an der Schragestraße. Es besteht der Verdacht, dass die muslimische Braut erst 15 Jahre alt war.

Die Innenbehörde hat dazu „konkrete Hinweise“ bekommen. Mehr allerdings nicht: Weil die Polizei nach eigenen Angaben vollauf mit den Schlägern beschäftigt war, versäumte sie es, die Personalien des Brautpaars aufzunehmen. Die Innenbehörde weiß aber aufgrund der Hinweise, dass das Jugendamt einer niedersächsischen Stadt für die Muslimin zuständig sein soll, sagt eine Sprecherin. Dieses Amt sei informiert und gebeten worden, zu prüfen, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt.“

Vielleicht hätte man dem einen oder anderen Zuwanderer im Integrationskurs erklären müssen, dass mit dem, was die Politiker aller Couleur so nett als „Ehe für alle“ bezeichnen, wirklich nur die Ausweitung aller Eheprivilegien auf homosexuelle Paare gemeint war. Mangelnde Klarstellung führt halt zu Missverständnissen.

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