Unsichtbarer Schutzwall?

FUNDSTÜCK:

„Wir brauchen einen Schutzwall für Deutschland“ überschreibt Bild einen Artikel über ein Gespräch mit Prof. Martin Wagener (47) von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung. Dabei plädiert der Professor zwar tatsächlich für eine gesicherte Grenze, aber nicht für Grenzlagen mit Zäunen, Mauern und Wachtürmen. Wie soll das möglich sein? Hier ein Zitat:

„Aber lassen sich 3876 Kilometer deutscher Grenze überhaupt schützen?
‚Ja‘, sagt Wagener. Er hat weltweit 70 Grenzanlagen untersucht (an einigen haben deutsche Firmen mitgewirkt) und ist überzeugt: Mit großen Grenzübergangsstellen ließe sich der frei fließende Verkehr reibungslos bewältigen, während Wärmebildkameras, Nummern- und Ausweis-Scanner und etwa 90 000 Grenzschützer die Sicherheit fast unmerklich im Blick hätten.
Wagener: ‚Es wäre wie jetzt, nur kontrolliert. Mit Abschottung hat mein Vorschlag nichts zu tun.‘
Und die Kosten?
Etwa 9,3 Mrd. Euro für die Grenztruppen jährlich, hat Wagener errechnet. Die Grenzanlage selbst würde bis zu 20 Mrd. Euro kosten. ‚Zum Vergleich: Die asylbedingten Belastungen des Bundeshaushalts sollen zwischen 2016 und 2021 bei 71,31 Milliarden Euro (ohne Kosten für die Fluchtursachenbekämpfung) liegen.'“

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