Zukunfts-Modell Weihnachts-Wachmann?

Die Politik der offenen Grenzen und Sozialleistungen für alle, die kommen möchten, hat uns ja bekanntlich kulturell bereichert. Beispielsweise damit, dass die Zugänge zu Veranstaltungen im öffentlichen Raum nicht mehr so offen sind wie die Grenzen, sondern mit allerlei Barrieren versehen wurden. Die zuweilen liebevoll „Merkel-Steine“ genannten Betonblöcke, die motorisierten Attentätern die Zufahrt versperren sollen, gehören inzwischen zum festen Weihnachtsmarktinventar. Sie sind beinahe schon wie Weihnachtsbaum, Lebkuchen und Glühwein zum festen Bestandteil deutscher Jahresendkultur geworden.

Doch dabei soll es nicht bleiben. Verantwortliche Politiker versprachen uns vor drei Jahren, dass ihr Unvermögen, die Zuwanderung zu steuern oder gar selbst an den Grenzen kontrollieren zu lassen, wer ins Land kommt, eigentlich ein Geschenk sei. Und mit dem Schenken neuer Alltagsbestandteile geht es weiter. Zum gerade vergangenen Weihnachtsfest zeichnete sich vielleicht schon ab, dass nach den „Merkel-Steinen“ bald auch der Weihnachts-Wachmann zum Schutz der weihnachtlichen Gottesdienste Einzug ins Brauchtum finden könnte.

Vorreiter in dieser Saison war die kleine nordfriesische Stadt Garding. Die regionalen Husumer Nachrichten schrieben am zweiten Weihnachtsfeiertag:

„Unter ganz besonderen Umständen wurde in Garding diesmal Weihnachten gefeiert. Zu den Gottesdiensten an Heiligabend standen Mitarbeiter eines Wachdienstes am einzigen geöffneten Eingang zur St.-Christian-Kirche mitten auf dem Marktplatz. Außerdem fuhr die Polizei Streife. Sie wird auch bis Mitte Januar bei allen Veranstaltungen in der Kirche präsent sein, wie Pastor Thomas Knippenberg berichtet. So auch am ersten Weihnachtstag und bei der Plattdüütschen Wiehnacht in St. Christian am zweiten Feiertag.“

Wachdienst und zusätzliche Polizeistreifen zu den normalen Weihnachtsgottesdiensten? Und das in einer nordfriesischen Kleinstadt? Eigentlich würde hier wieder der Satz folgen, dass das bis vor Kurzem in Deutschland noch unvorstellbar gewesen wäre. Aber diesen Satz haben so viele Autoren inzwischen so oft benutzen müssen, dass er schon vollkommen verschlissen ist. Widmen wir uns also besser der Ursache für die Einsetzung kirchlicher Weihnachts-Wachmänner.

Viele Verantwortliche reden über einen jungen Mann

Nach dem Lokalzeitungsbericht ging die Bedrohung für den Weihnachtsfrieden vor allem von einem jungen Asylbewerber aus dem mittleren Osten aus, der damit begann, die Kirche am dritten Advent mit islamischen Parolen zu beschmieren. Ein Bürger, der ihn dabei ertappte, sei sofort bedroht worden, woraufhin sich der Pastor an die Polizei wandte. Der Asylbewerber pöbelte an selbigem Sonntag auch noch die Besucher des Sternensingens an sowie den Pastor.

Eigentlich sollte die Ordnungsmacht hierzulande routiniert auf einen solchen Vorfall reagieren können und den Täter entsprechend sanktionieren. Doch der junge Asylbewerber, der im Namen Allahs pöbelte, schien die Gardinger Verantwortlichen vor ganz besondere Herausforderungen zu stellen. Getreu dem alten deutschen Verwaltungsmotto „Wenn Du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“ mussten in Garding in der Woche vor Weihnachten der Pastor sowie Vertreter der Polizei, des sozialpsychiatrischen Dienstes, der Stadt, des Kirchenkreises Nordfriesland und der Bischofskanzlei miteinander konferieren. Viel Aufwand, aber es gab Ergebnisse: Dem jungen Mann wurde Hausverbot für die Kirche und den Kirchenvorplatz erteilt. Für die Heiligabend-Gottesdienste hat der Pfarrer zudem – wie oben beschrieben – einen professionellen Wachdienst engagiert, da die Polizei auf Eiderstedt nur mit einem Streifenwagen präsent sein könne.

Die Vorsichtsmaßnahmen hätten sich als richtig erwiesen, schreiben die Husumer Nachrichten: Der junge Mann aus dem mittleren Osten fand sich nämlich ebenfalls ein, sei aber erfolgreich des Platzes verwiesen worden.

Zusammenstehen hinterm Wachschutz

Die Bedrohung des Weihnachtsgottesdienstes durch einen Asylbewerber konnte mit Wachdienst und Polizei abgewehrt werden. Deshalb freut sich der Pastor, „dass wir hier in Garding zusammenstehen“, denn „Die Gardinger haben sich nicht abhalten lassen, zum Gottesdienst zu kommen.“ Toll!

Und was ist nun aus dem einen jungen Asylbewerber geworden, gegen den die Gardinger beim Weihnachtsgottesdienst dank kirchlich engagierten Wachschutzes so gut zusammengestanden haben? Laut sozialpsychiatrischem Dienst hätte sein Verhalten nicht ausgereicht, um ihn in Gewahrsam zu nehmen, wissen die Husumer Nachrichten. Dazu müsste er die Kirche wohl noch ein paar Mal mit islamischen Parolen beschmieren und Kirchenbesucher oder den Pfarrer versuchen anzugreifen. Doch gegen diese Gefahr hilft ja jetzt der Wachschutz. Deshalb bekümmert die Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt eine ganz andere Sorge: „Hoffentlich zieht dieser Vorfall keine Rechtsradikalen nach Garding, die wollen wir hier nicht.“, erklärte sie den Husumer Nachrichten. Und damit nichts passiert, solange der tätlich kirchenfeindliche Asylbewerber die Leistungen des deutschen Sozialstaats noch auf freiem Fuße genießt und vielleicht einen nächsten Übergriff plant, will die Stadt der Kirche helfen und die Hälfte der Wachdienst-Kosten übernehmen.

Die Wachdienst-Weihnachtsmänner sind also ein voller Erfolg. Es gab keine rechten Aufmärsche und auch die Plattdüütsche Wiehnacht sei ohne Zwischenfälle verlaufen, habe der Pastor erleichtert berichtet. Diese Bilanz spricht dafür, den Weihnachts-Wachmann vielleicht zur nächsten Weihnacht auch andernorts zu etablieren. Mancherorts gibt es ja doch mehr als einen jungen Asylbewerber, der glaubt, dieses Land müsse sih seinen Werten und Regeln unterwerfen. Da könnte professioneller Schutz das Zusammenstehen gegen Gewalt wirklich erleichtern. Jetzt war der Weihnachts-Wachmann noch eine Besonderheit – bald ist das Modell vielleicht so populär, wie es jetzt schon die „Merkel-Steine“ sind.

3 Kommentare

  1. Fugg Censors

    Die Friesen sollten von den Bayern lernen und alte Traditionen übernehmen. Wehe wenn das „Krampus laufen“ einsetzt. In Amberg nennen sie es Bürgerwehr, glaub ich. Schöne alte Traditionen aufleben lassen, gar nicht so verkehrt wenn der Staat versagt.

    Antworten
    1. Fugg Censors

      Nachtrag
      Leider hat Ines recht. Die angebliche Bürgerwehr der „Qualitätspresse“ war nur die adipöse Seppel Truppe der verblichenen Nürnberger NPD. Wie in Garding hat die Polizei auch in Amberg nach der Tat alles fest im Griff. Wehrhafte einheimische Beschützer vor Ort sind nach der Feminisierung eher rar.

      Antworten
  2. Ines

    Unfassbar! Hoffentlich, war das eine erfundene Geschichte… Oder könnte es wirklich möglich sein, dass ein ganzes Dorf (oder Kleinstadt) sich von nur einem einzigen ‚Fremden‘ in Schach halten lässt? Hier wirkt die Geschichte zu albern, um wirklich passiert zu sein.
    Wenn das wahr wäre, was wären denn das für Muschis da in Nordfriesland? Gibt es da keinen einzigen erwachsenen Mann im Dorf, die dem Fremden mal Manieren beibringt?
    Oder bilden die da auch einen Stuhlkreis, wenn jemand einen Einbrecher auf frische Tat erwischt?
    Ich kann für Nordfriesland nur hoffen, dass dies ein Weihnachtsmärchen war.

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.