Leonora will nach Hause

FUNDSTÜCK:

Über Nebenwirkungen der blauäugigen Konvertierung zum Islam berichtet eine junge Deutsche der Nachrichtenagentur AFP. Der Tagesspiegel hat diesen Bericht dankenswerterweise übernommen. Hier eine Kostprobe:

„Die Deutsche Leonora war 15 Jahre alt, als sie nach Syrien reiste, um sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Wenige Tage nach ihrer Ankunft heiratete sie den Dschihadisten Martin Lemke. Mit ihm und seiner zweiten Ehefrau wurde sie nun nahe der letzten IS-Bastion an der irakischen Grenze festgenommen. „Ich war ein wenig naiv. Ich war gerade erst zwei Monate zum Islam konvertiert“, sagt sie heute über ihre Entscheidung, sich der Extremistengruppe anzuschließen.

In einen schwarzen Nikab gehüllt, einen zwei Wochen alten Säugling auf dem Arm, berichtet die blasse junge Frau von ihrem Leben unter der IS-Miliz. „Ich blieb im Haus, um zu kochen und zu putzen“, erzählt die 19-jährige Mutter zweier Kinder in gebrochenem Englisch. Schon drei Tage, nachdem sie im März 2015 mit ihrer besten Freundin in Syrien eingetroffen war, habe sie Lemke geheiratet, mit dem sie zunächst in der IS-Hochburg Raka gelebt habe. […]

Leonora sagt, sie habe mehrfach zu fliehen versucht, doch sei sie das erste Mal von der IS-Miliz gefasst und inhaftiert worden. Das zweite Mal habe ihr Mann sie erwischt, sagt sie. Über die Dschihadisten hat sie heute wenig Illusionen. „Sie haben die Frauen ganz alleine gelassen, ohne Essen. Wir waren ihnen egal“, sagt sie. Heute will sie nur noch nach Hause. „Ich will nach Deutschland zu meiner Familie, zurück zu meinem alten Leben. Ich weiß nun, dass es ein Fehler war.“

Mehr hier: https://www.tagesspiegel.de/politik/syrien-deutsche-dschihadistin-sieht-sich-von-is-propaganda-getaeuscht/23941070.html

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