„Aufregung ist angebracht“

FUNDSTÜCK:

„Die Drohung, die Bargeldhaltung zu bestrafen, hat helle Aufregung provoziert. Zu Recht und verständlicherweise. Denn ein erzwungener Wertverlust von Bargeld gegenüber Bankeinlagen, die mit Negativzinsen belastet werden, würde neue Probleme schaffen, ohne alte zu lösen. Er würde Sparern das wirkungsvollste Abwehrmittel gegen die Strafzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) aus der Hand schlagen.

Ein Abheben von Bankeinlagen, um Erspartes in Form von Cash zu halten und so einem Abschmelzen des Vermögens zu entgehen, wäre dann verunmöglicht. Entsprechend schutzlos wäre die Bevölkerung der Geldpolitik der EZB ausgeliefert. Eine Abstimmung durch Flucht aus Bankeinlagen in Bargeld wäre nicht mehr attraktiv. Deshalb ist die Aufregung in Deutschland nachvollziehbar und angebracht.

Ebenso bedrohlich ist, dass über die Hintertür der Bargeldentwertung ein weiteres Abtauchen in die Negativzinspolitik erleichtert wird. Dabei wäre das Gegenteil – ein Ausstieg aus der Unterwelt negativer Zinsen – wünschenswert. Null- oder Negativzinsen erden Finanztransaktionen nicht mit der realen Wirtschaft. Sie spiegeln keine relative Knappheit auf den Güter-, Arbeits- oder Investitionsmärkten. Somit sind sie auch kein Maßstab, der betriebswirtschaftliche Projekte entsprechend ihrer Rentabilität vergleichbar macht.“

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