Rätselangebote der Tagespresse

Die heutzutage weit verbreitete betreuende Berichterstattung, in der dem gefährdeten Medienkonsumenten die Konfrontation mit Informationen erspart wird, die zu Vorbehalten gegen offenbar besonders schutzbedürftige Menschengruppen und Weltanschauungen führen können, hat doch auch unterhaltsame Nebeneffekte. Man kann sie als Rätselaufgaben im Alltag lesen. Wie beispielsweise diese Meldung in der BZ:

„Weil ein 27-Jähriger am späten Freitagnachmittag nicht auf die Aufforderungen zweier Unbekannter einging, wurde er verprügelt und anschließend mit einem Messer bedroht. Auslöser soll ein Tattoo gewesen sein.

Das spätere Opfer stand gemeinsam mit einem 21 Jahre alten Mann gegen 17.15 Uhr auf dem Gehweg der Sonnenallee, als sich zwei unbekannte Männer näherten. Sie sollen den Angaben zufolge den 27-Jährigen auf sein religiöses Tattoo angesprochen und aufgefordert haben, einer Bettlerin eine Spende zu geben.

Dieser Aufforderung kam er nicht nach, woraufhin einer der Unbekannten ihn festhielt und der andere ihm mehrfach ins Gesicht schlug. Nach dieser Attacke soll einer der Angreifer ein Messer gezogen haben.

Dem 27-Jährigen und seinem Begleiter gelang es, sich in ein Geschäft zu retten und die Polizei zu alarmieren. Die konnte dann auch in der näheren Umgebung (Pannierstraße) einen der beiden Tatverdächtigen vorläufig festnehmen. Der 24-Jährige kam zunächst in eine Gefangenensammelstelle, durfte aber nach Erfassen der Personalien wieder gehen.

Das Opfer, der Hämatome am Kopf hatte, wollte sich selbstständig in ärztliche Behandlung begeben. Die weiteren Ermittlungen zu der Körperverletzung und der Bedrohung führt der Staatsschutz.“

Und Sie können jetzt rätseln: Zu welcher Religion gehörte wohl das Tattoo? Oder ist ihnen diese Frage zu leicht, weil Sie bei jeder ausbleibenden Information schon argwöhnen, die müsse etwas mit den besonders sensibel zu behandelnden Inhalten zu tun haben?

1 Kommentar

  1. Peter

    Klarer Fall: Buddhismus

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