„Wir können den Daten des Umweltbundesamtes nicht trauen“

FUNDSTÜCK:

In manchen Redaktionen der ARD-Anstalten scheint es trotz aller Framing-Bemühungen noch immer journalistische Oasen zu geben, in denen die Kultur der Recherche gepflegt und dem wohlfeilen „Haltung-zeigen“ vorgezogen wird. Am Mittwoch konnte man dies in einem Beitrag einer vom NDR produzierten Ausgabe des Wirtschaftsmagazins Plusminus sehen. Angekündigt wurde das Stück so:

„In einer viel beachteten Studie für das Umweltbundesamt (UBA) hatte das Helmholtz-Institut im vergangenen Jahr mit statistischen Methoden den Zusammenhang von Stickstoffdioxid-Belastungen und Krankheitsverläufen errechnet. Dabei kamen die Forscher zu dem Schluss, dass im Jahr 2014 rund 6.000 Menschen in Deutschland vorzeitig durch Stickstoffdioxid verstorben seien – ein zentrales Argument in der Diesel-Debatte. Der habilitierte Epidemiologe und Mathematiker Peter Morfeld von der Ruhr-Universität Bochum hält das Vorgehen des Helmholtz-Instituts für unwissenschaftlich: „Wir müssen klar sagen, dass wir so etwas wie vorzeitige Todesfälle gar nicht bestimmen können.“ In dem UBA-Report werde fälschlicherweise eine Formel verwendet, die dafür nicht geeignet sei, so Morfeld im Interview mit dem ARD-Wirtschaftsmagazin „Plusminus“. „Wir können diesen Daten in dem Bericht des Umweltbundesamtes nicht trauen.“

Auch die Rechenfehler des Lungenspezialisten Prof. Köhler werden in dem Beitrag zurechtgerückt. Sehenswert: https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/diesel-abgase-100.html

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