Fisch-Missbildungen durch Munition in der Kieler Bucht

25 Prozent der am Rand des Munitionsversenkungsgebietes in der Kieler Bucht gefangenen und untersuchten Plattfischart „Kliesche“ weise mit dem bloßen Auge erkennbare Leberknoten auf, bei denen es sich größtenteils um Tumore handele, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung (19/8070) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/7684). Darin hatte sich die Fraktion nach den Umweltauswirkungen versenkter Munition in der Ostsee erkundigt, heißt es in einer Mitteilung von „heute im bundestag“.

Diese Befallsrate sei verglichen mit den Befunden aus den unbelasteten Kontrollgebieten „als sehr hoch einzuschätzen“, heiße es in der Antwort weiter. Der Verdacht liege nahe, dass die erhöhte Tumorrate der Klieschen aus dem Versenkungsgebiet Kolberger Heide „ursächlich mit ihrer Belastung durch das aus der versenkten Munition freigesetzte TNT und seiner Abbauprodukte“ zusammenhänge. Untersuchungen zur Folge lägen circa 300.000 Tonnen konventionelle Munition und geschätzte 42.000 bis 65.000 Tonnen chemische Kampfstoffmunition auf dem Meeresboden der Ostsee.

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