Katastrophal für die Schwächsten

FUNDSTÜCK:

Prof. Dr. Andreas Nölke vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Frankfurt am Main ist ein bekennender Linker. Das hindert ihn nicht daran, gegenwärtig im Nationalstaat den einzig praktikablen Rahmen zur Durchsetzung sozialer Rechte zu sehen. Das hat er der Welt in einem Interview verraten. Und er kann rechnen, weshalb er gegen ungebremste Zuwanderung ist, weil die jedes Sozialsystem sprengt und den Schwächsten in einer Gesellschaft schadet:

„Mir als Linkem geht es in erster Linie um den Schutz der Arbeitnehmer. Und starke Zuwanderung unterminiert vor allem die Arbeitsmarktsituation der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Weil insbesondere irreguläre Migration Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau zu uns bringt, was die Konkurrenz in diesem Bereich des Arbeitsmarktes erhöht. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass solche Zuflüsse von Arbeitnehmern auf das niedrigqualifizierte Segment problematische Auswirkungen haben.“

Da hilft es auch nicht, wenn man unter Umständen positive Auswirkungen der Migration auf die Volkswirtschaft verzeichnen könne. Sein Beispiel:

„Es wurde etwa nach der starken Zuwanderung aus Kuba in den Großraum Miami im Rahmen der Mariel-Bootskrise 1980 insgesamt eine Belebung der Wirtschaft festgestellt, aber eine Absenkung des Lohnniveaus von Menschen mit formal niedriger Qualifikation um bis zu einem Drittel beobachtet. Eine weitere Studie lieferte nach der Öffnung Österreichs für Osteuropäer im Jahr 2011 ein ähnliches Bild: Für das Bruttoinlandsprodukt gut, für die Geringqualifizierten katastrophal.“

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