Mehr „antichristliche Attacken“

FUNDSTÜCK:

Nachdem es im neuseeländischen Christchurch den mörderischen Anschlag auf zwei Moscheen gab, äußerten hiesige Vertreter islamischer Organisationen lautstark ihre Sorge über die Bedrohung, der sie durch die angeblich wachsende Islamfeindlichkeit in Europa ausgesetzt seien. Insbesondere Moscheen wären Angriffsziele. Allerdings gibt es Gotteshäuser in Europa, die werden weitaus häufiger angegriffen, wie jüngste Zahlen aus Frankreich zeigen, dieser Tage in der Welt veröffentlicht:

Die Fälle häufen sich. Einschusslöcher in Kirchenfenstern, Brandspuren auf dem Altar, Raub liturgischer Gegenstände, geköpfte Jesusfiguren: Insgesamt 1063 „antichristliche Attacken“ wurden vergangenes Jahr in Frankreich registriert. Die Zahl ist im Vergleich zu 2017 gestiegen, da waren es auch schon 1038.

Unter diesen „antichristlichen Attacken“ verzeichneten die französischen Behörden 2017 878 Fälle von Vandalismus gegen Kirchen. Im Vergleich dazu wurden 2017 rund hundert Synagogen und Moscheen geschändet.

Doch der Vandalismus gegen Kirchen ist ein Skandal, über den in Frankreich lieber geschwiegen wird.

Ergänzend sei angemerkt, dass der nach diesen Zeilen scheinbare Gleichstand zwischen geschändeten Moscheen und Synagogen keiner ist, denn es gibt weitaus mehr Moscheen in Frankreich als Synagogen. Und wer zumeist die Täter bei Angriffen auf Synagogen wie auf Kirchen sind, darüber wird dort wie hier peinlich geschwiegen. Vielleicht aus Angst, dies könnte jene „Islamfeindlichkeit“ fördern, die die politisch-islamischen Verbandsvertreter ja jetzt schon so vehement beklagen. Dass allerdings staatliche Verantwortungsträger ernsthaft zu glauben scheinen, konsequentes Beschweigen unangenehmer Tatsachen könnte mittel- oder gar langfristig hilfreich sein, ist beklemmend.

Außerdem wird mancher Angriff auf eine Moschee auch nicht von Islamhassern, sondern von anderen Muslimen verübt. Wenn Kurden beispielsweise die Fassaden einer türkischen Moschee beschmieren, dann tun sie dies selbstverständlich nicht aus Islamhass. Aus ihrer Sicht greifen sie kein Gotteshaus an, sondern eine Agentur des feindlichen türkischen Staates. Das macht die konkrete Tat nicht besser, doch zum Beleg steigender Islamfeindlichkeit taugt sie dann nicht.

1 Kommentar

  1. Ulrich Bohl

    Alles in einen Topf, umrühren und dann vorgeben
    nach was es zu schmecken hat. Es schmeckt definitiv
    nach rechts, obwohl jeder merkt es schmeckt orientalisch.

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