Die wundersame Vermehrung der Clans

Inzwischen ist kaum noch zu übersehen, dass kriminelle arabische Großfamilien ihre Geschäfts- und Machtbereiche immer mehr ausweiten. Selbst die Gutwilligsten unter politischen Verantwortungsträgern und kultursensiblen Meinungsbildnern fühlen sich in letzter Zeit bemüßigt, dieses Thema auch öffentlich zu debattieren. Solch unschöne Fakten, dass die unkontrollierte arabische Masseneinwanderung auch für Clans ein prima Geschäft und gleichzeitig eine gern genutzte Rekrutierungsmöglichkeit war, kommen da zwar noch nicht zur Sprache, aber immerhin das über Jahrzehnte praktizierte fahrlässige Wegsehen. Die Folgen planloser Zuwanderung werden in den Zeiten planloser Zuwanderung von mehr Menschen wahrgenommen, als nur von den direkt Betroffenen. In Zeiten von Schönreden und gutgemeintem „Framing“ kann man  es in manchen Medien fast schon als Hoffnungszeichen nehmen, dass der Handlungsbedarf endlich im angemessenen Umfang erkannt und akzeptiert wird.

Interessant ist auch, wenn jetzt bei näherer Beschäftigung mit dem Thema plötzlich entdeckt wird, dass das bislang beschönigte Problem viel größer ist, als gedacht. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ging beispielsweise noch im November des letzten Jahres davon aus, dass in ihrem Bundesland ungefähr 50 kriminelle Großfamilien aktiv sind. Kein halbes Jahr später hat das dortige Landeskriminalamt 108 Clans auf dem Radar, meldete die Welt dieser Tage. Wie ist eine Verdopplung in so kurzer Zeit möglich? „Die Neubewertung ist wohl Teil der Bemühung, einen umfassenden Bericht über die Aktivitäten der Clans zu erstellen“, mutmaßt der Berichterstatter der Zeitung.

Im Klartext heißt das, man wollte bislang lieber nicht alles wissen und sei jetzt um ein realistisches Lagebild bemüht. Das ist möglich. Doch vielleicht ahmen auch erst in letzter Zeit zugewanderte Großfamilien das kriminelle Geschäftsmodell nach. Man folgt schließlich den gleichen Traditionen und kann so schnell erkennen, wie gut das in Deutschland funktioniert. Die Erfahrung, wie nachgiebig und schwach sich die Staatsmacht im Regelfall gegenüber Lug und Trug verbunden mit aggressiv-anmaßendem Auftreten zeigt, machen ja Zuwanderer, die über das Asylverfahren nach Deutschland kommen, von Anfang an. Ein Land, in das man ohne Identitätsnachweis kommen und sich unkompliziert neue Identitäten zulegen kann, lädt zum lukrativen Regelverstoß geradezu ein.

Die Geduld der Beute

Und dann können die neu ins Land Gekommenen an den schon länger hier lebenden Clans sehen, wie sich mit etwas krimineller Energie sowie viel Skrupellosigkeit, Verachtung für das deutsche Rechtssystem und Gewalt, vergleichsweise risikoarm zu Geld kommen lässt. Wenn alles in der Familie bleibt, finden deutsche Sicherheitsbehörden keinen Zugang. Für den Grundbedarf sorgt der deutsche Staat mit seinen Sozialleistungen, ohne die dazugehörige Anspruchsberechtigung ernsthaft zu kontrollieren. Diesen Mut bringen die meisten Beamten in der Regel nicht auf. Außerdem sind die Haftstrafen fürs kriminelle Hauptgewerbe – falls man erwischt und tatsächlich zu selbiger verurteilt wird – moderat und die Haftbedingungen vergleichsweise erträglich.

Ob nun der gemessene Zuwachs an kriminellen Clans in NRW eher dem genaueren Hinsehen oder mehr einem tatsächlichen Anwachsen geschuldet ist, lässt sich wahrscheinlich nie eindeutig sagen. Aber die Zahlen sind beeindruckend:

14.225 Straftaten durch Mitglieder von Clans habe die Polizei Nordrhein-Westfalen die Polizei in den vergangenen drei Jahren gezählt. Es gebe 6449 tatverdächtige Personen, von denen 300 für rund ein Drittel der Straftaten verantwortlich seien. Überrascht habe die Ermittler laut dem Zeitungsbericht, dass jeder fünfte Tatverdächtige eine Frau sei. Wer zum Sarkasmus neigt, kann dies als gutes Zeichen dafür interpretieren, dass in arabischen Großfamilien inzwischen auch den Frauen mehr zugetraut werde. Möchte das eventuell jemand als Integrationserfolg verbuchen? Vielleicht als klitzekleines Gegengewicht zu der ansonsten eher verheerenden Bilanz auf diesem Felde der Zuwanderungspolitik, wie sie beispielsweise Frank Richter, der Polizeipräsident von Essen und Mühlheim, zieht:

„In diesem Bereich ist die Integration voll gegen die Wand gefahren, weil sich viele dieser Leute gar nicht eingliedern wollen. Diese Menschen sehen den Staat nur als Beute an.“

Diese Beute war bislang recht duldsam. Hoffentlich ist jetzt stattdessen das Problembewusstsein angemessen gewachsen. Denn noch ist es nicht ausgemacht, ob nun die meisten der arabischen Zuwanderer wirklich nach dem Eingang in die westlich-zivilisierte Gesellschaft streben oder – wie von Kritikern der unkontrollierten Zuwanderung befürchtet – sich lieber in die arabisch-islamischen Parallelwelten integrieren und diese weiter stärken. Im Selbstlauf dürfte eher Letzteres der Fall sein.

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