Migrations-Konflikte statt Klima-Katastrophe?

Alle reden vom Klimawandel und hinter der Weltrettungs-Größe dieses Themas verschwinden die lästigen Geschichten von Konflikten rund um die Migration. So sieht zumindest das Stimmungsbild der meisten Medien aus und so wählten vielerorts auch die jungen Menschen. Dort, wo sie ungelösten Migrationsprobleme tatsächlich in den Alltag eingreifen, ist offenbar auch für die Jungen das Klima nicht mehr das wahlentscheidende Thema.

Im Vorfeld der Europawahl im Mai gab es ja an vielen Schulen Testwahlen, in denen die zumeist nicht wahlberechtigten Schüler ihre Stimme abgeben sollten, um so ein parteipolitisches Stimmungsbild der jungen Menschen zu bekommen. Auch an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) „Ulrich von Hutten“ in Halle hatte es eine solche Abstimmung gegeben. Nichts Ungewöhnliches, allein die Ergebnisse wichen stark von denen ab, die aus anderen Schulen im Lande vermeldet wurden. Klarer Wahlsieger wäre hier, nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung, mit knapp 31 Prozent die AfD geworden. Gefolgt von Linken und Grünen mit jeweils knapp 12 Prozent, der FDP mit knapp 8 Prozent und der SPD mit 5,5 Prozent. Die CDU erreichte gerade mal 1,6 Prozent. Gut 30 Prozent wurden bei dieser „Juniorwahl“ an „Sonstige“ vergeben.

Wenn in den letzten Wochen von solchen Schul-Testwahlen berichtet wurde, dann erbrachten die eigentlich satte linke Mehrheiten unter deutlicher grüner Führung. Das soll an der Dominanz grüner Themen gelegen haben, die an Schulen insbesondere dank der „Fridays for Future“-Demonstrationen sehr populär sein sollen. Das Ergebnis an der Hallenser Huttenschule spricht aber dafür, dass hier die von Gretas Nutznießern und Anhängern beschworene Klimakatastrophen-Panik nicht das drängendste Problem für die meisten Schüler war. Sie erleben stattdessen offenbar manch unschöne Einschränkungen in ihrem Alltag aufgrund des konzeptionslosen Umgangs mit der Zuwanderung. Und dabei geht es nicht um Asylbewerber, sondern um EU-Bürger.

Viele rumänische und bulgarische Roma-Familien haben sich in den vergangenen Jahren auf den Weg nach Deutschland gemacht– oft wohlorganisiert von Clans, die an der Armutswanderung gut verdienen. Bevor die Millionenzuwanderung im Zuge der „Flüchtlingskrise“ alles überdeckte, war die Roma-Zuwanderung aus den Balkan-EU-Staate gelegentlich auch Thema in den deutschen Medien.

Bekanntermaßen genießen EU-Bürger Freizügigkeit und unter bestimmten Bedingungen auch die Sozialleistungen ihres Ziellandes. Bei den Erwachsenen muss es nur nach einem Job oder Selbstständigkeit aussehen, um den Weg in die deutsche sozialstaatliche Vollversorgung antreten zu können. Kindergeld gibt’s gleich, Wohngeld und andere Sozialleistungen etwas später.

Über betrügerische Machenschaften wurde oft berichtet, auch über ärmste Familien, die zum Soziallleistungsbezug nach Deutschland gebracht werden, allerdings einen Großteil des Geldes, das ihnen und/ oder ihren Kindern eigentlich zum Lebensunterhalt gezahlt wird, an die Profiteure dieses Geschäfts abgeben müssen und auch hier unter schlimmen Bedingungen leben.

Konsequenzen oder Kameraüberwachung?

Die Hallenser Huttenschule liegt an der Schlosserstraße und dort haben sich vor Jahren etliche Roma-Familien niedergelassen. Insbesondere die Männer wurden für Anwohner und Schüler, vor allem die Schülerinnen, schnell zu einem Problem. Inzwischen ist es soweit, dass der Bildungsminister von Sachsen-Anhalt, Marco Tullner (CDU), den Oberbürgermeister schriftlich und öffentlich dazu auffordert, die Schüler der KGS „Ulrich von Hutten“ stärker vor Gefahren „durch Personen von außerhalb“ zu schützen. Genauer mochte der Minister die Gefahren-Verursacher nicht nennen. Dafür hatte er eine klare Vorstellung, wie die Schüler besser zu schützen seien: mit dauerhafter Kameraüberwachung des Schulgeländes.

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet weiter:

„Tullner verweist in dem Schreiben auf ein Gespräch, das er Mitte Mai vor Ort mit der Schulleitung und Elternvertretern geführt hat. Dabei sei er über „sexuell belästigendes Verhalten insbesondere gegenüber Schülerinnen durch Männer aus dem Umfeld der Schule“ informiert worden. Außerdem seien anzügliche Gesten gemacht, Sprüche zugerufen und exhibitionistische Handlungen vorgenommen worden.

Laut Tullner würden deshalb Teile des Schulgeländes nicht mehr für den Sportunterricht genutzt, um die Schüler zu schützen. „Solche Ereignisse sind absolut indiskutabel und müssen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Konsequenzen geahndet werden“, sagt der Bildungsminister.“

„Konsequenzen“ hätten sich viele Anwohner schon längst auch aus den Verantwortungsbereichen des Innen- und des Justizministers, als auch der Bundesregierung gewünscht. Denn das Problem mit den Roma-Familien ist nicht neu. Vor zwei Jahren konnte man Ähnliches wie jetzt in der gleichen Zeitung lesen.

Die Stadtverwaltung hat entgegnet, was sie alles bisher getan hat, damit es besser wird: Gespräche mit allen Seiten, zusätzliche Bürgersprechstunden und auch die Polizei sei häufiger unterwegs gewesen. Doch bei all diesen Erklärungen, kann die Stadtspitze offenbar keinen Erfolg vermelden. Der Referent des Oberbürgermeisters habe im Stadtrat erklärt, dass die Verwaltung mit der angespannten Situation an der Schlosserstraße unzufrieden sei, heißt es in der Lokalzeitung. Dass Problem sei, dass der Vermieter mehrere Eingänge an die EU-Bürger vermietet habe: „So kann Integration nicht gelingen“. Gut, wenn die Stadt jetzt nach Jahren weiß, wie die Integration nicht gelingen kann. Vielleicht gibt’s ja bald auch Vorschläge zum Gelingen. Aber erstmal muss ja der Brief vom Bildungsminister richtig beantwortet werden.

1 Kommentar

  1. Incamas SRL- Asuncion / Paraguay

    Sobald die Wirtschaft zurück geht wird auch die Klimakatastrophe kleiner werden !

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