Geniale Lösung aus Kiew

FUNDSTÜCK:

Bis die Ukraine Mitglied der EU ist, wird noch viel Geld aus Berlin, Wien oder Den Haag via Brüssel nach Kiew fließen. Unendliche Hürden türmen sich auf, denn die europäischen Politiker sind nicht so innovativ, wie der in der Ukraine als Geflügelfleisch-Baron bekannte Jurij Kosjuk. Kosjuk gehört mit Myronivsky Hliboproduct (MHP) der führende ukrainische Hühnerfleischproduzent. Und der Mann hat die Aufgabe, wie man aus einer ukrainischen Hühnerbrust, die nur mit Einschränkungen in die EU geliefert werden darf, eine EU-Hühnerbrust macht, ganz einfach lösen können. Ohne dieses Kunststück hätten aus der Ukraine maximal 18000 Tonnen im Jahr geliefert werden dürfen, Kosjuk rühmt sich, es dennoch auf 100000 Tonnen gebracht zu haben, wie die Deutsche Welle jüngst berichtete:

„Die österreichische Zeitung „Kurier“ wirft MHP vor, seit Jahren die Beschränkungen für Importe mit einem Trick zu umgehen. Der EU-Import von Hähnchenbrust – dem teuersten Stück vom Huhn – ist bei der Quote begrenzt. Daher bleibe beim Zerlegen der Tiere in der Ukraine ein Knochen an dem Fleisch. Die damit als minderwertig klassifizierten Teile könnten so unbegrenzt importiert werden.

MHP besitze Betriebe in der Slowakei und in den Niederlanden, wo der Knochen dann entfernt werde. Damit würde das Fleisch als EU-Produkt gelten und könnte als solches nicht nur in der EU verkauft, sondern auch zollfrei in Drittmärkte exportiert werden. Laut der Brüsseler Zeitschrift „Politico“, beschweren sich europäische Landwirte darüber, dass der MHP-Konzern eine „geniale und völlig legale Umgehung“ der geltenden Regeln gefunden habe.“

Wer so gut mit EU-Regeln umgehen kann, gehört eigentlich in die EU-Kommission. Für Jean-Claude Juncker wird doch gerade ein Nachfolger gesucht. Warum muss es denn immer ein EU-Bürger sein? Bei der Vergabe von anderen Jobs wurde die Regel, dass EU-Bürgern gegenüber Nicht-EU-Experten der Vorzug zu geben ist, im Zuge der Masseneinwanderung ja auch abgeschafft.

Mehr hier: https://www.dw.com/de/wie-aus-ukrainischem-gefl%C3%BCgel-ein-eu-produkt-wird/a-49082121

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.