Gerechtes Diskriminieren in Eindhoven

Ab 1. Juli werden feste akademische Stellen an der Technischen Universität Eindhoven (TUE) nur noch für Frauen ausgeschrieben. Zur Herstellung der Geschlechtergerechtigkeit dürfen sich Männer nicht bewerben – zumindest nicht in den ersten sechs Monaten. Wenn dann keine Frau den Posten will, dann darf auch ein Mann seine Bewerbung einreichen, aber auch bei dieser Frist gilt: Zeigt doch noch eine Frau Interesse für die Stelle, dann erhält sie selbstverständlich den Vorzug. Das berichtet Sciencemag.org.

TUE-Präsident Robert-Jan Smits wolle auf diese Weise eine Frauenquote von 50 Prozent erreichen und halte das für gerecht, auch wenn der Frauenanteil unter den Interessenten deutlich geringer ist.

Wenn Kritiker sagen würden, dass dieses Programm Männer diskriminiere, entgegne Smits:  „Ja, absolut.“  Aber da ja viele Jahre lang Frauen diskriminiert würden, halte er das für unvermeidlich, um Quotengerechtigkeit herzustellen.

Die einfache Logik: Für die Gerechtigkeit, wie sie die derzeit tonangebenden Sozialingenieure verstehen, darf man Diskriminierungen nicht einfach nur beseitigen, sondern muss in die Gegenrichtung diskriminieren. Auge um Auge, Zahn um Zahn und Diskriminierung um Diskriminierung.

1 Kommentar

  1. Peter

    Das ist in DE auch so. Nur dass man es nicht so offen zeigt. In Ministerien usw. werden derzeit fast keine Männer eingestellt. Frauenquote muss rauf. Auch an Hochschulen werden Frauen händeringend gesucht. Jeder im Geschäft weiß das.

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