Die Familien C. und K.

Familienbild und Familienleben ändern sich in Deutschland durch die Zuwanderung. Beim Wort „Großfamilie“ denkt wohl heutzutage kaum noch jemand zuerst an Kinderreichtum im Mehrgenerationenhaus, sondern eher an morgenländischen Familienzusammenhalt und ganz spezielle Konfliktklärungskulturen.

Zu den kulturellen Bereicherungen die Deutschland durch die massive Zuwanderung aus dem Morgenland erfahren hat und erfährt, gehört die etwas andere Art des Familienlebens. Die Familie wird gern größer gedacht und im Konfliktfalle gibt es noch echten Familienzusammenhalt. Auch im täglichen Aushandeln der Modalitäten des Zusammenlebens mit anderen Familien besitzen viele der Zugewanderten und ihre Nachkommen ganz andere Erfahrungen, als die Urbevölkerung. Die kann aber daran teilhaben, auch indirekt. Denn so manche dieser lehrreichen Zusammenkünfte finden auch massenmediale Aufmerksamkeit.

Am vergangenen Wochenende beispielsweise trafen die kurdischen Familien C. und K. in einem Hamburger Vorort aufeinander, um „mit Pistole, Zimmermannshammer und Baseballschläger bewaffnet“, wie Bild schreibt, ein zwischenfamiliäres Problem nach Landessitte zu klären:

„Am Sonnabend gegen 22 Uhr treten und schlagen Angehörige beider Clans vor dem Wohnhaus der Familie C. aufeinander ein. Dann fliehen die Beteiligten zunächst.

Doch gegen 23.30 Uhr eskaliert die Gewalt an der Eichenallee erneut – nur rund 200 Meter von der Polizeiwache entfernt.

Ein Mitglied der Familie C.: „Plötzlich stoppte ein 7er-BMW vor unserem Haus, Männer sprangen raus, traten unsere Gartentür auf und stürmten auf meine Brüder zu.“

Zwei Männer (23, 24) werden durch Schläge und Messerstiche schwer verletzt, kommen später in Kliniken. Die vier Angreifer türmen.“

Am Sonntagmorgen habe sich dem Bericht zufolge dann die deutsche Staatsmacht eingemischt. Weil Polizeibeamte den BMW vor einer Wohnung im nahen Meckelfeld entdeckten, sei das SEK ausgerückt und habe die dortigen Räume durchsucht. Von den mutmaßlichen Tätern, gegen die wegen versuchten Totschlags ermittelt werde, fehle aber jede Spur.

Kaum einem beteiligten Familienmitglied wird es wohl ernsthaft in den Sinn gekommen sein, die weitere Klärung des Vorfalls allein der deutschen Polizei und der hiesigen Justiz zu überlassen. Der Streit zwischen den Großfamilien schwele schließlich schon seit Monaten. Selbst die Kinder trauten sich kaum noch in die Schule, zitiert Bild ein Mitglied der Familie C.. Und danach gefragt, worum es eigentlich gehe, habe der Mann geantwortet: „Kleinigkeiten“.

Da kann man jetzt entweder beruhigt sein, weil es ja um nichts Ernstes geht, oder sich von folgenden unschönen Fragen beunruhigen lassen: Was passiert eigentlich, wenn diese Familien mal ein richtiges Problem klären wollen? Und wie sieht es aus, wenn man als Angehöriger einer deutschen Kleinfamilie ein Problem mit einem Mitglied einer neuen deutschen Großfamilie zu klären hat? Wer setzt sich eigentlich durch beim täglich neuen Aushandeln des Zusammenlebens, das uns einst die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung versprach?

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