Landesregierung will sich um besseres Islam-Image kümmern

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz – bekanntlich getragen von einer Ampelkoalition und geführt von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) – will etwas zur Imageverbesserung des Islam bei den alteingesessenen Bürgern tun. Diese Weltanschauung, die in ihrem Herrschaftsanspruch, ihren Abgrenzungsvorschriften und dem selbstverständlichen Anspruch, dass Nichtmuslime die islamischen Regeln zu achten haben, von einem großen Teil der Muslime so wörtlich und ernst genommen wird, dass sie mehr ist, als nur eine Religion im westlich-aufgeklärten Verständnis, soll dem ungläubigen Bürger nähergebracht werden. Außerdem strebt die Landesregierung einen „Religionsvertrag“ mit den Islamverbänden an. Dazu sind neben neuen Gesprächen mit Verbandsvertretern auch öffentliche Podiumsdiskussionen geplant, die eingeborenen Nichtmuslimen den Islam endlich näherbringen sollen, berichtet welt.de.

Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) wird dort mit Blick auf die neue Gesprächsreihe so zitiert: „In Zeiten, in denen Diskussionen um Radikalisierung stattfinden sowie Angst vor dem Islam geschürt wird, muss die Lebenswirklichkeit von Muslimen in Deutschland und ihren Beitrag für unser vielfältiges und demokratisches Gemeinwesen gezeigt und diskutiert werden.“ Das neue Gesprächsformat schaffe Raum für „eine kritische, aber immer auf Augenhöhe stattfindende Diskussion“. Begegnung sei „die beste Prävention gegen Ressentiments“.

Mit Blick auf Ressentiments mag die Ministerin recht haben, aber eine wirklich kritische Diskussion könnte zunächst vor allem Argumente für eine begründete Ablehnung jener Formen der Islam-Ideologie bieten, die von einem Großteil der Islamverbände, mit denen deutsche Politiker so gern reden, vertreten werden.

„Integration“ mit „Mischehe“?

Zu welcher Vereinbarung möchte man mit einer DITIB kommen, die nicht nur dem Erdogan-Staat verpflichtet, sondern beinahe hörig ist und in deren Moscheen Kinder angehalten werden, sich den Heldentod osmanischer Soldaten zum Vorbild zu nehmen? Was ist mit den empfohlenen Verhaltensregeln des Zentralrats der Muslime, beispielsweise, wenn es um die „Mischehe“ geht? Wird ihnen abverlangt, sich ausdrücklich von dem zu distanzieren, was sie vor kurzem sogar noch für Nichtmuslime einsehbar propagierten?

Danach ist eine „Mischehe“ nur zulässig, wenn ein muslimischer Mann eine christliche oder jüdische Frau heiratet und es sicher gestellt ist, dass die Kinder ausschließlich zu Muslimen erzogen werden. Eine Ehe zwischen nichtmuslimischem Mann und muslimischer Frau gilt danach als unzulässig, denn einem Mann könne ja nicht abverlangt werden, seine Kinder nicht nach seinem Glauben zu erziehen. Hier wäre eine Ehe erst denkbar, wenn der Mann zuvor zum Islam konvertiert.

Im Klartext ist das ein Programm, das nur zwei Möglichkeiten im Umgang mit der nichtmuslimischen Urbevölkerung zulässt: Entweder Segregation oder Unterwerfung der Nicht-Muslime im Falle einer Vermischung. In den vielen inzwischen für „Integration“ zuständigen Ministerien und Institutionen müsste das eine entscheidende Frage sein, doch sie wird kaum gestellt. Vielleicht, weil schon an dieser Regel alle wohlklingenden Integrationspostulate zum organisierten Islam zerschellen, da dessen Dominanz- und Herrschaftsanspruch an dieser Stelle nur allzu offenbar wird, möchten die deutschen Integratoren solch störende Signale aus der Wirklichkeit gern übersehen.

Vor einigen Jahren warb der Zentralrat der Muslime unter Aiman Mazyek noch ganz offen im Internet und auf Deutsch für diese Regel. Nachdem u.a. an dieser Stelle darüber berichtet wurde, ist sie plötzlich aus dem Netz verschwunden. Was aber nur bedeutet, dass ein deutschsprachiger Beleg der Mischehen-Regel nicht mehr ganz so leicht verfügbar ist und nicht, dass es sie nicht mehr gibt.

Vielleicht gibt es ja auf den nun von der Landesregierung initiierten Dialogveranstaltungen den einen oder anderen interessierten Fragesteller, der den Islamvertretern hier eine klare und eindeutige Antwort abnötigt. Es lohnt nicht, mit jemandem über Integration zu sprechen, in dessen Weltbild man weitgehend unter sich bleibt, weil es eine familiäre Vermischung mit Menschen aus der Gastgeber-Gesellschaft nur bei deren weltanschaulich-kultureller Unterwerfung geben kann. Solche Weltbilder bleiben das entscheidende Problem. Dafür ist das großzügige Verteilen deutscher Staatsangehörigkeiten auch keine brauchbare Ersatz-Lösung. Man muss sich der kulturellen und weltanschaulichen Auseinandersetzung einfach stellen. So, wie es bei anderen Ideologien mit Dominanz- und Herrschaftsanspruch ebenfalls ist oder sein sollte.

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