Die Parteien der Alten

Der Tag nach der Thüringen-Wahl ist der Tag der Wahlanalysen und manche erhobenen Daten entsprechen so gar nicht den Klischees. Die AfD beispielsweise gilt ja als Partei der alten weißen Männer. Das mag in Bezug auf Weiße und Männer auch stimmen, doch was die Lebensjahre der Wählerschaft angeht, sehen in Thüringen eher die anderen Parteien alt aus. Wie tagesspiegel.de berichtet, liege die AfD in allen Altersgruppen bei den unter Sechzigjährigen vorn. Erst wenn es in den Seniorenbereich geht, können andere Parteien die AfD hinter sich lassen.

Bei den Über-60-Jährigen hat die Linke die Wahl klar gewonnen und die Ü-60-Wähler waren ziemlich dominierend. 40 Prozent in dieser Altersgruppe hätten die Partei von Ministerpräsident Ramelow gewählt, heißt es. Auch die CDU habe in dieser Altersgruppe mit 24 Prozent ihr bestes Ergebnis erzielt. Die AfD liege hier mit 16 Prozent auf Platz 3.

Am anderen Ende der Altersskala, bei den Jungwählern, siegte die AfD recht eindeutig, berichtet ebenfalls tagesspiegel.de. Mit 24 Prozent Stimmenanteil sei sie bei den unter 30-Jährigen stärkste Kraft. Auf Platz zwei landet die Linke mit 22 Prozent. Die Grünen erreichten in dieser Altersgruppe nur 11 Prozent. Bei den 30- bis 59-Jährigen sei die AfD mit 28 Prozent noch deutlicher auf Platz eins gelandet.

2 Kommentare

  1. Robert Müller

    Womit ja wenigstens widerlegt wäre, dass DDR-Nostalgiker die AfD wählen. Wer noch eine echte DDR-Vergangenheit hat, der hat lieber die Linke als die AfD gewählt. Umso schockierender ist aber der hohe Anteil bei den Jungwählern, der sehr dafür spricht, dass es die AfD tatsächlich schafft, auch sexy zu sein. Glücklicherweise haben Frauen das Wahlrecht, sonst wäre der Anteil wohl noch deutlich höher ausgefallen.

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    1. Fugg Censors

      Die alten Kommunisten (System Schmarozer) haben aus nostalgischer Gewohnheit rot gewählt, da es ihnen damals viel besser ging. Die jetzt steuerzahlenden, vernüftigen Bürger haben die einzig verbliebene Opposition (mangelns Alternativen) gewählt. Adolf wurde von der Weiblichkeit bevorzugt gewählt. Frei nach Lichtenberg, würde dies auch die Beliebtheit von Habeck erklären. Emotion statt Ratio.

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