17 Tote bei mutmaßlich islamistischem Angriff in Tadschikistan

Bei einem Angriff auf einen Wachposten an der Grenze zwischen Tadschikistan und Usbekistan sind mindestens 17 Menschen getötet worden, meldet die Deutsche Welle. Der Vorfall habe sich etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Duschanbe entfernt ereignet. Bei den Toten handele es sich um 15 Angreifer, einen Soldaten und einen Polizisten, hätten die tadschikischen Behörden mitgeteilt. Nach Angaben des Innenministeriums seien vier Angreifer festgenommen worden.

Nach Angaben des Innenministeriums habe eine Gruppe von rund 20 Maskierten den Posten in den frühen Morgenstunden angegriffen. Das Ministerium habe Bilder von mehreren Leichen veröffentlicht, die neben ausgebrannten Fahrzeugen lagen. Die Behörden hätten Kämpfer des Islamischen Staats (IS) aus Afghanistan für die Tat verantwortlich gemacht.

Der heutige Mittwoch ist in Tadschikistan der sogenannte Verfassungstag. Das Land an der Grenze zu Afghanistan gilt als die ärmste der ehemaligen Sowjetrepubliken. Das von Konflikten geprägte Land werde von Staatschef Emomali Rachmon seit 1992 autoritär regiert. Zwischen 1992 und 1997 seien in einem Bürgerkrieg zwischen der kommunistischen Staatsführung und muslimischen Fundamentalisten mehr als 100.000 Menschen getötet worden.

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