Täglich mehr als 18 Fälle von Gewalt gegen Polizisten in Berlin

Durchschnittlich werden pro Tag 18,23 Polizisten in Berlin Opfer von Gewalt. Nach Zahlen der Senatsinnenverwaltung seien im vergangenen Jahr insgesamt 6656 Polizeivollzugskräfte Opfer eines „Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte“, eines tätlichen Angriffs, einer Körperverletzung, Bedrohung, Nötigung oder sonstigen Gewalttat geworden, berichtete die Berliner Zeitung. Das gehe aus der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp hervor. Demnach habe die Verwaltung im vergangenen Jahr 1519 tätliche Angriffe auf Polizisten gezählt – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. 736 Beamte seien Opfer einer Körperverletzung geworden, 244 hätten angezeigt, dass sie bedroht und 118, dass sie genötigt worden seien. 45 Beamte wären laut Innenverwaltung Opfer sonstiger Gewaltdelikte geworden. Den größten Anteil bei den „geschädigten Polizeivollzugskräften“ habe allerdings das Delikt „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“, das mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden kann: 3994 Polizisten seien nach Angaben der Innenverwaltung davon 2019 betroffen gewesen. Wenn mehrere Vorwürfe in einem Fall zusammenkämen – etwa Widerstand und tätlicher Angriff – werde nur das schwerwiegendste Delikt in der Statistik gezählt.

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