Maduro-Freund wird Linken-Fraktionsvize

Der Aachener Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko vom linken Parteiflügel der Linken ist am Dienstag zum stellvertretenden Vorsitzenden seiner Fraktion im Bundestag gewählt worden, meldet tagesspiegel.de. Er habe sich gegen die Innenpolitikerin Martina Renner aus Thüringen durchgesetzt, die kurzfristig angetreten war. Hunko sei Wunschkandidat der Sahra-Wagenknecht-Nachfolgerin Mohamed Ali und Ko-Chef Dietmar Bartsch gewesen, heißt es. Die hätten ein Signal an den linken Parteiflügel senden wollen auch wenn Hunko in den vergangenen Jahren durch zahlreiche umstrittene außenpolitische Initiativen aufgefallen war. Hunko sei im zweiten Wahlgang mit 35 gegen 26 Stimmen gewählt worden, beim ersten Wahlgang hätten weder er noch Renner die erforderliche Mehrheit.

Im April 2019 hatte Hunko zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil er sich – organisiert von Venezuelas Botschaft in Berlin – mit dem langjährigen Machthaber Nicolas Maduro nicht nur traf, sondern von diesem auch wie ein Staatsgast empfangen ließ. Maduro wird bekanntlich seit der letzten manipulierten Präsidentschaftswahl von der Bundesrepublik und vielen anderen Ländern nicht mehr als Staatspräsident Venezuelas anerkannt, sondern stattdessen der vom Parlament legitimierte Interims-Präsident Juan Guaidó. Selbst die inzwischen eher linkenfreundliche SPD hatte es nach der Hunko-Reise „beschämend“ genannt, „dass die Linkspartei immer noch einen Herrscher unterstützt, der die Demokratie in Venezuela zerstört und sein Land ins wirtschaftliche Verderben gestürzt hat“. Hunko hingegen hatte auch nach seiner Reise explizit erklärt: „Maduro ist kein Diktator“.

Auch Hunkos Aktivitäten im Russland-Ukraine-Konflikt hatten mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Im Februar 2015 hatte Hunko mit seinem damaligen Fraktionskollegen Wolfgang Gehrcke Medikamente in die von russischen Separatisten beherrschte Ost-Ukraine gebracht.

1 Kommentar

  1. Fugg Censors

    In guter Gesellschaft! Ein Beton Kommunist im Bundestag ist auch nicht viel schlimmer wie ein Bundespräsident der Mördern gratuliert. Vielleicht sollte der Verfassungsschutz lieber den Bundestag beobachten, anstatt Chemnitz und Thüringen.

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