Bund verkaufte Goldmünzen unter Materialwert

Dieses merkwürdige Gold-Geschäft im letzten Jahr musste die Bundesregierung in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage zur Goldmünzenproduktion eingestehen. Zunächst teilte die Regierung mit, dass zur Herstellung deutscher Euro-Goldmünzen im Jahr 2019 rund 3,69 Tonnen Gold benötigt wurden, berichtet heute im bundestag. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/18049) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/17469) weiter mitgeteilt habe, sei das Gold für die drei im Jahr 2019 geprägten Goldmünzen im Nennwert von 20 Euro, 50 Euro und 100 Euro von der Deutschen Bundesbank erworben worden. Dabei habe die damalige Verkaufsstelle für Sammlermünzen (heute Münze Deutschland) im vergangenen Jahr eine 100-Euro-Goldmünze zu einem Preis unter dem Materialwert angeboten. Der Preis der Münze sei im Februar nach dem Goldkauf festgesetzt worden, während der Materialwert des in der Münze enthaltenen Goldes in der Zeit bis zum Ende der Bestellfrist im August über den Verkaufspreis gestiegen sei. Um dies künftig zu vermeiden laufe die Bestellfrist in diesem Jahr bereits im Mai ab. Der zeitliche Abstand zwischen Preisfestsetzung und Bestellfrist sei also wesentlich kürzer, wodurch das Risiko einer erneuten Steigerung des Materialwertes über den Münzpreis hinaus schrumpfe.

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