Corona-Haftverschonung für Millionenbetrüger

FUNDSTÜCK:

„Ein mutmaßlicher Millionenbetrüger aus Paderborn darf trotz Fluchtgefahr aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, der Mann gehöre als Asthmakranker zur Corona-Risikogruppe und bringe sich mit einer Flucht ins Ausland in Lebensgefahr, heißt es in dem Beschluss, der dem WESTFALEN-BLATT vorliegt. Deshalb sei es wenig wahrscheinlich, dass er sich absetzen werde.

Der 60 Jahre alter Unternehmer ist der mutmaßliche Kopf des sogenannten Biersteuerkarussells, das etwa zwölf Millionen Euro Steuern hinterzogen haben soll. Die Bande soll auf dem Papier Bier aus Frankreich importiert haben, das sie in Deutschland versteuerte. Tatsächlich aber sollen die Lieferungen nach Großbritannien gegangen sein, wo die Biersteuer etwa zehn Mal so hoch ist.

Im März brach das Landgericht Paderborn den Prozess ab, weil es meinte, die Corona-Schutzbestimmungen nicht einhalten zu können, und entließ den Hauptangeklagten aus der Untersuchungshaft. Dagegen ging die Bielefelder Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität vor, unterlag jetzt aber beim Oberlandesgericht.“

Mehr hier: https://www.presseportal.de/pm/66306/4594536

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