Vergleiche eines Gesundheitsamts-Chefs

Der Chef des Frankfurter Gesundheitsamtes, Prof. René Gottschalk, hat im hessischen Ärzteblatt eine Covid-19-Bilanz gezogen und das Coronavirus mit der Grippe und der Hitzewelle verglichen, berichtet news.de. Wichtigste Erkenntnis: „Eine Übersterblichkeit ist weder in der Gesamtbevölkerung noch in der Gruppe der Hochrisikopatienten (Bewohner von Altenpflegeheimen) zu verzeichnen. Die Sterbestatistik (tägliche Sterbefälle) zeigt im ersten Halbjahr 2020 keine Auffälligkeiten – im Gegensatz zu der erkennbar höheren Sterbezahl während der Influenza-Zeiten 2017 und 2018 sowie während der Hitzeperiode im Juli 2018“, wird Prof. René Gottschalk zitiert. Zu dieser Erkenntnis seien der Amtsarzt und seine Co-Autorin Prof. Ursel Heudorf gelangt, indem sie die Zahl der Todesfälle bei einer Corona-Infektion mit der bei Grippe und Hitzewelle verglichen.

Im Unterschied dazu sei im Januar 2017 bzw. 2018 (Grippewelle mit ca. 25.000 Toten) sowie im Juli bei der Hitzewelle eine Übersterblichkeit erkennbar gewesen. Laut RKI seien in Hessen im Jahr 2018 740 Menschen an Hitze und bisher 537 an Corona gestorben.

Es gäbe zudem aktuell immer weniger schwere Krankheitsverläufe. „Immer weniger Covid-19-Infizierte müssten in ein Krankenhaus aufgenommen werden – dies trotz der Zunahme der gemeldeten Fälle im August.“

Weiterhin seien die beiden Professoren zu der Erkenntnis gelangt, dass die Schulen kein „Hochrisikoarbeitsplatz“ seien. „Es gebe keine Hinweise, dass die schrittweise Wiedereröffnung der Schulen zu einer erkennbaren Zunahme der Infektionen bei Kindern und Schulpersonal geführt hat“, so Prof. René Gottschalk und seine Kollegin. Für die nächsten Monate würden die beiden Professoren dennoch die Einhaltung der Hygieneregeln einschließlich des Tragens von Masken empfehlen. Auch ein „häufiger Aufenthalt im Freien“, sei empfehlenswert.

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