Chef des Kanzleramts für Verschärfungen

Der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun, hat die Bürger kritisiert, die sich nicht an das von der Regierung verordnete Ausnahmezustandsreglement halten wollen. „Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern gesellschaftsschädigendes Verhalten. Es ist ein schwerer Verstoß gegen den Gemeinsinn in unserem Land“, habe Braun in einem Interview mit dem stern gesagt, meldet presseportal.de. Zwischen 80 und 90 Prozent der Menschen verhielten sich vorbildlich und diszipliniert, habe Dr. Braun gelobt, aber: „Es gibt eine kleine Gruppe, die Regeln ignoriert. Sie ist ein Problem für die gesamte Gesellschaft, weil diese Leute nicht nur sich selbst gefährden.“ Der Kanzleramtschef habe sich in diesem Zusammenhang für „empfindliche Bußgelder“ bei Verstößen ausgesprochen.

Im Gespräch mit dem stern habe der Kanzleramtsminister, der zu den engsten Vertrauten von Angela Merkel zähle, auch erkennen lassen, dass er weitere Verschärfungen der Corona-Regeln für nötig halte. Die Beschlüsse der Ministerpräsidenten der vergangenen Woche würden „den enormen Anstieg nicht komplett abbremsen“, habe Braun gesagt und zugleich gefordert, dass die Menschen mehr tun müssten, als die Politik verlange. War es nicht in einer Demokratie eher umgekehrt so, dass die Politik das tun sollte, was die Bürger mehrheitlich verlangen?

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