Offene Messer

Deutsche Salafisten und der Pariser Terroranschlag

Pierre Vogel, bekannter deutscher Salafisten-Prediger, hat sich auch zu den Morden von Islamisten in Paris geäußert: „Es spricht sehr viel dafür, dass das von Muslimen durchgeführt wurde und jetzt fangen einige deutsche Zeitungen an, Karikaturen herauszubringen, um die Muslime zu provozieren“. Mitgefühl für die Opfer oder gar eine Distanzierung von den Tätern gibt es nicht. Im Gegenteil: Er sieht sich und seine Anhänger in der potentiellen Opferrolle: „Solche Taten von Muslimen können dazu führen, dass es zu großem Schaden für uns kommt. Am 7. 11. 1938 hat ein gewisser Herschel Grynszpan […], ein Jude, genau in Paris den deutschen Botschafter Ernst vom Rath erschossen, woraufhin es vom 9. bis zum 13. zu Ausschreitungen gegen die Juden in Deutschland kam. Das nennt man […] die Reichskristallnacht“. Und weil den Salafisten nach dem Terroranschlag in Paris eine neue Kristallnacht drohen könnte, ruft er seine Anhänger zu Vorsicht und Zurückhaltung auf: „Lasst Euch nicht provozieren. Man möchte uns hier ins offene Messer laufen lassen. Haltet Euch fern von jeglicher Gewalt“. Eine grundsätzliche Absage an Gewalt oder gar eine Distanzierung von islamistischen Bluttaten ist das nicht. Abscheu empfindet Vogel dennoch: „Wir verabscheuen solche Karikaturen. Wir sind dagegen, aber unser Mittel, um dagegen etwas zu tun, ist die Argumentation“. Meint er damit tatsächlich nur Worte oder findet er es legitim, wenn seine Anhänger nach nach dem Motto von Al Capone argumentieren: „Mit einem freundlichen Wort und einer Waffe erreicht man mehr, als mit einem freundlichen Wort allein“?

Die ganze Ansprache hier

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