Panzer für Schwangere

Die Bundeswehr will zwar keine schwangeren Soldatinnen an die Front schicken – für ihre Panzer aber gelten Arbeitsschutzverordnungen, die genau das ermöglichen sollen. Der Grenzwert für die Schussgasbelastung im Innenraum des Schützenpanzers Puma wurde beispielsweise so bemessen, dass eine „Fruchtwasserschädigung bei der weiblichen Puma-Besatzung“ ausgeschlossen ist. Aber nicht nur die Rücksicht auf eine schwangere Besatzung macht die Panzer teurer und ihre Auslieferung langsamer.

Einst sollte die Bundeswehr bis 2020 1000 neue Puma-Panzer bekommen. Jetzt ist nur noch von 350 die Rede. Sonderlich viel Geld gespart wird deshalb aber offenbar nicht. Denn die Ansprüche an den Panzer wachsen mit jeder neuen Vorschrift. Momentan sind es 117 verschiedene gesetzliche Bestimmungen, Vorschriften und technische Vorgaben, wie die FAZ schreibt.

Der Puma soll schließlich so schnell und wendig sein, wie der Kampfpanzer Leopard und überall auf der Welt fahren können – sowohl durch die Wüste, als auch durch Schnee, Eis und Schlamm. Die Elektronik muss bei allen denkbaren Extremtemperaturen funktionieren. Das Problem sind immer neue, teure Änderungswünsche, mit deren Erfüllung wieder neue Schwachstellen entstehen. 1000 Mängel-Positionen soll es nach FAZ-Informationen noch geben. Die Lieferung der Pumas verzögert sich.

Der ursprüngliche Stückpreis von 7 Millionen Euro machte den Puma schon zum teuersten Schützenpanzer im Westen. Jetzt sind es wahrscheinlich schon 10 Millionen Euro. Aber dafür rollt dann ein Panzer, mit dem Schwangere durch jede Extremsituation dieser Welt fahren können.

Mehr hier: www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/hohe-anforderungen-verzoegern-die-auslieferung-des-puma-panzers-13405087.html

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