„Wir schließen nur Cis-Männer aus“

Wie tolerant doch der „Antisexismus“ von „queerfeministischen“ Aktivistinnen sein kann, zeigt sehr schön ein kleines Interview in der taz mit einer jungen „Queerfeministin“. Wie genau hier die Geschlechter selektiert werden, ist beeindruckend. Zu ihrer Demonstration sind durchaus auch Männer willkommen, nur eben keine Cis-Männer.

Das ist selbstverständlich keine Diskriminierung. Cis-Männer sind einfach, vor allem wenn sie im Rudel auftreten, für alle anderen Menschen eine Gefahr: „Es geht vielmehr darum, dass öffentliche oder Partyräume meist von Männergruppen dominiert sind. Diese Räume werden dann für Frauen, Lebsen1, Trans- und Intersexuelle Personen – FLTI – zu unsicheren Räumen. Sie sind dort vor allem nachts Übergriffen und Anfeindungen ausgesetzt. Diese Räume gilt es zurückzuerobern.“

Dafür soll demonstriert werden. Und nicht allen Männern ist das Mitmarschieren verboten: „Wir schließen nur Cis-Männer aus. Das sind Männer, die als Mann geboren wurden und auch als Mann leben. Transmänner und alle, die sich nicht als Cis-Mann definieren, sind hingegen herzlich eingeladen.“

Sie dürfen mit den Queerfeministinnen in Hamburg für die „Rückeroberung der Nacht“ demonstrieren. Und warum dürfen Cis-Männer auch dann nicht mitmachen, wenn sie sich um die richtige Gesinnung bemühen? „Cis-Männer sind in den meisten Fällen strukturell privilegiert. Auch linke Demos sind oft Cis-Männer-dominiert. In diesem Fall wollen wir aber einen feministischen Raum schaffen, der für FLTI empowernd ist und dabei unter uns bleiben.“

Wer noch ein paar Zeilen lang mehr in diese Welt eintauchen möchte, findet sie hier: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ha&dig=2015%2F04%2F30%2Fa0197&cHash=27d9ea60b7f32c3bb38f40a59789ebde

 

1 Der Tippfehler, so es einer ist, ist aus dem Original übernommen. Eine Korrektur verbietet sich, weil der Autor dieser Zeilen – ein Cis-Mann – sich bei all den neuen zeitgemäßen Geschlechtsbezeichnungen nicht auskennt und deshalb nicht weiß, ob es statt um Lesben nicht wirklich um Lebsen handelt.

7 Kommentare

  1. geschlossene Gesellschaft

    Betrifft eh nur nicht deutsch-stämmige Männer, die da draussen gehalten werden (nur diese Feiglinge sind ausschliesslich in Rudeln unterwegs und wollen Nutten abgreifen und Einzelpersonen vernichten). Die gingen mir früher, in Discotheken, Tanz-Bars (z.B. Salsa-Bars) auch auf den Senkel
    (und ich bein ein „CIS-Mann“)

    Heutzutage ist es so schlimm geworden, dass nur noch deutschstämmige Nutten (= Mädchen, Frauen, die mit Negern, Türken, Arabern, Albanern zusammen sind = Mädchen und Frauen, die pro Wochenende mit mindestens 10 unterschiedlichen Männern Sex haben) und n-d-s-Männer in solche Etablissements gehen.

    „CIS-Jungs“ und -Männer, also normale, gesunde, deutschstämmige Heteros, treffen sich mit den gesunden Mädchen und Frauen längst nur noch in geschlossenen Gesellschaften. Der Rest fault draussen vor sich hin, bis mal wieder die Putzkolonne vorbeikommt/ vorbeikommen muss.

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  2. Aranxo

    „Die Bereiche, die traditionell von FLTI übernommen werden, werden heute von Männern gemacht. Also beispielsweise die Kinderbetreuung und das Helfen in der Küche. Das Essen wird von Frauen geplant, aber Männer dürfen helfen, Gemüse zu schnippeln.“

    Das ist doch mal nett von denen, dass die Männer da noch helfen dürfen. Klingt wie das gute alte Patriarchat, in dem die Frauen in der Küche versklavt wurden. Nur eben umgedreht. So wie sich früher die Frauen darüber freuen durften, denn Männern in Haushalt und in der Kindererziehung beizustehen, während die Männer die große Politik machen, dürfen sich jetzt die Männer darüber freuen. Bin mal gespannt, wieviel glückliche „Supporter“ sich finden.

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  3. Keks

    „dabei unter uns bleiben.“

    Das wollen die Nazis auch immer…

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  4. Pingback: „Wir schließen nur Cis-Männer aus“ | sichtplatz.de - NICHT-Feminist

  5. Von Romberg

    „Diese Räume gilt es zurückzuerobern!“

    Waren also in der guten alten Zeit alle Partys übervölkert mit Transen, Lesben, Schwulen, Frauen, bis dann die pöhsen Patriarchen diese Räume erobert haben? Hats das jemals gegeben? Gab es jemals eine Domina-nanz von LGBTQusw, d.h., eine schöne alte Welt, als Cis-Männer in der Minderheit waren und NICHT alle öffentlichen und alle Partyräume besetzt haben? Wann war das noch, als die Cis-Typen ihren gerechten Minderheitenplatz innehatten und mehr nicht?

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  6. Eckart

    Dein Kommentar zum Tippfehler ist hervorragend!

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    1. micha

      oh, ich finde den eher pubertär. und er läßt eher auf beleidigte leberwurst als auf bock auf austausch schließen.

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