Millionen von den Töchtern

AUFGELESEN: „Zu konkreten Summen über Honorare oder Produktionskosten darf die aktuelle Geschäftsleitung keine Angaben machen.“

An dieser Stelle wurde kürzlich auf die Anfrage der AG DOK an den WDR hingewiesen, in der es um das üppige Ausfallhonorar von 2,7 Millionen Euro an Thomas Gottschalk ging, das für Sendungen, die wegen Erfolglosigkeit nicht mehr produziert wurden, geflossen ist. Die Antwort des WDR ist erhellend. Die Millionen waren einfach keine Gebührengelder, sondern Werbeeinnahmen. Nur ohne die Investitionen aus den üppigen Gebührengeldern wären die Anstalten gar nicht in der Lage überhaupt zusätzliche Werbeeinnahmen zu erzielen. Doch über Tochtergesellschaften werden die Werbeeinkünfte gesondert abgerechnet und so der Kontrolle der zuständigen Gremien entzogen, so als hätten sie mit dem Gebührenzahler gar nichts mehr zu tun. Zitat: „Das Format ‚Gottschalk live‘ lief im werbefinanzierten Vorabend des Ersten und wurde ausschließlich über Werbeeinnahmen finanziert. Es wurde kein Gebührengeld ausgegeben. Folglich war auch keine Gremienzustimmung einzuholen, denn es bestand keine finanzielle Verpflichtung der Landesrundfunkanstalten, sondern der Werbetöchter.“

Ansonsten gilt: „Zu konkreten Summen über Honorare oder Produktionskosten darf die aktuelle Geschäftsleitung keine Angaben machen. Diese sind Teil der Verschwiegenheitsklausel bei Verträgen mit externen Produzenten, an die der WDR gebunden ist.“

Die Antwort im Wortlaut hier:

https://presse.wdr.de/plounge/wdr/programm/2015/05/20150526_gottschalk.html

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.