Mehr Pigmente für den Osten

Im Osten leben zu viele Weiße und speziell Willy Brandt ist dafür verantwortlich. Das sagt Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, die sich ansonsten „konsequent gegen Rassismus wendet“.

Als der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann vorschlug, man solle doch mehr Flüchtlinge in den menschenleeren, schrumpfenden Gemeinden im Osten unterbringen, statt in den Ballungszentren auch noch Zeltstädte zu errichten, da bekam er eine Unterstützung, die er so sicher nicht erwartet hätte. Auch wenn es berechtigte Einwände sind, dass es in den entvölkerten Landstrichen kaum Arbeit oder Zerstreuung gibt und es auch keine Integration gibt, wenn die autochthone Bevölkerung fehlt:  Dafür, dass man Zuwanderer bevorzugt dort ansiedeln sollte, wo es viel Platz gibt, wo viele Häuser leer stehen und die Einwohnerzahl sinkt, sprechen einige gute Argumente.

Die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, gab im Tagesspiegel zu Protokoll, dass im Osten aus ganz anderen Gründen Flüchtlinge gebraucht werden. Es sei „die größte Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende“ gewesen, dass sie zugelassen habe, „dass ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb“. Es ist ja auch wirklich unerhört, dass es noch Landstriche gibt, in denen größtenteils die autochthone Bevölkerung lebt. Ich weiß, dass es sich politisch korrekt erklären lässt, dass es kein Rassismus ist, wenn man sich in der Heimat der Weißen weniger Weiße wünscht, weil es Rassismus gegen Weiße gar nicht geben kann, denn sie haben ein für alle Mal die Rolle der rassistischen Täter. Gleichheit gibt es eben auch in der schönen neuen Welt nicht überall. Der Autor dieser Zeilen hängt dennoch dem – möglicherweise veralteten – Weltbild an, dass die Zahl der Pigmente bei der Bewertung eines Menschen keine Rolle spielen sollte.

Aber zurück zur Vorsitzenden einer fördermittelfinanzierten Stiftung, die aufrecht gegen Rassismus und zu viele Weiße eintritt. Besonders originell ist ihre Erklärung dafür, dass die Weißen im Osten auch nach dem Fall der Mauer weitgehend unter sich blieben. Ich gebe zu, ich wäre nicht darauf gekommen, wer daran Schuld trägt: „Willy Brandt sprach vom Zusammenwachsen dessen, was zusammengehöre, und meinte die weißen Deutschen. […] Das hat einen nationalistischen Auftrieb ausgelöst.“ Willy Brandt ein Förderer des Nationalismus? Solchen Unsinn kann in einer freien Gesellschaft natürlich jeder verbreiten, doch wer einer Stiftung vorsteht, die vom Steuerzahler Geld u.a. für die Bildungsarbeit an Schulen bekommt, sollte an der eigenen politischen Bildung dann doch vielleicht noch etwas arbeiten.

9 Kommentare

  1. Karl Helger

    Frau Kahane ist weiß. Wie wäre es, wenn sie ihren Posten für einen afrikanischen Flüchtling aufgibt, damit die Amadeo-Stiftung bunter wird? Oder ist sie dazu rassistisch?

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  2. Schneider

    Nichts gegen diese irrlichternde Schwachmatin: Immerhin hat sie es als vormalige Stasi-IM schließlich geschafft, an die gut alimentierten Fleischtöpfe der bunten Republik zu kommen. Chapeau!

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  3. Arent

    Das ist richtig. „Zu viele“ „Weiße“, die „unter sich“ leben, als ein Problem anzusehen, ist tatsächlich Rassismus. Immerhin argumentiert sie ja auch nicht, dass in Kenia zu wenig Europäer leben, in Mekka zu wenige Atheisten oder in Nordkorea zu wenige Kapitalisten.

    In Wahrheit geht es aber um etwas ganz Anderes: Anetta Kahane ist Rassismus jeglicher Färbung herzlich egal, genauso wie Kriege, Flüchtlinge oder sonstiges Leid. Sie ist auch keine „Sozialistin“ im Wortsinne, genauso wenig wie die Grünen, die Linken oder die SPD: Alles, was sie will, ist, dass die doofen Spießbürger, also die arbeitende Klasse ;), gefälligst das Geld rausrückt. & wenn sie das nicht machen, dann sind sie eben an allem schuld, an nicht getrenntem Müll, an Hunger & Krieg in der Welt, am Weltklima, traurigen Kinderaugen und ganz, ganz doofen Sachen. Sie ist komplett asozial & sieht „Flüchtlinge“ lediglich als Mittel zum Zweck, als vorübergehende Verbündete an, um ein paar Euro mehr für sich zu bekommen. Die neue Oligarchie sagt nicht: „Geld her oder es knallt!“ sondern sie sagt „Wir werden von euch ausgebeutet & müssen uns gegen euch ‚wehren'“ 😉

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    1. Reinhard Wehpunkt

      Hervorragend auf den Punkt gebracht!

      Einer, der dieses einzige Anliegen, was die Weltverbesserer antreibt, bereits erfolgreich umgesetzt hat, ist der ehrenwerte Professor Josef Fischer, vielen auch bekannt als der Frankfurter Taxifahrer und Steinewerfer Joschka.
      In nur 20 Jahren wurde er zum gefragten Unternehmensberater, Multimillionär und Villenbesitzer in Berlin-Grunewald.
      Ob er das wohl von dem Facharbeiterlohn zusammengespart hat, den die Grüne Partei anfangs ihren Führungskräften zugestand, darüber hinaus sollte der Rest in die Parteikasse abgeführt werden?

      Es geht einzig um GELD, GELD, GELD, kaschiert von diesem unsäglichen Geschwätz garniert mit Phrasen über ‚Menschenrechte‘, ‚Betroffenheit‘, ‚Gleichheit‘, ‚Vielfalt‘ etc., es geht einzig um Drohungen, moralische Erpressung und was sonst noch diese ideologischen Schmarotzer sehr geschickt und erfolgreich inszenieren, um an das Geld von den Menschen zu kommen, die dafür hart gearbeitet und sich einem Risiko ausgesetzt haben.

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  4. Stephan

    Sind es nicht die „Weißen“ die Frau Kahanes Einkommen sichern?

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  5. KClemens

    @Dr. Martin Focke,

    wegen des großen Erfolgs ist Sommerloch jetzt ganzjährig…

    Davon ab, eine sehr merkwürdige Definition, die Frau Kahane da von sich
    gibt. Da bin ich mal auf die Reaktionen aus dem Willy-Brandt-Haus gespannt, was die dazu zu sagen haben.

    Vermutlich nicht viel, denn Kahane vertritt ja in dieser Frage die gleiche Linie, die auch die SPD vertritt.

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  6. wolfgang behr

    Es scheint nicht nur an politischer Bildung zu fehlen.

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  7. Pingback: Kopf —> Tisch im Akkord UPDATE! | FreiHafen

  8. Dr.Martin Focke

    Post mortem zu deuten, was Willy Brand gemeint haben KÖNNTE, ist so ziemlich das Albernste, was ich von den deutschen Linken je vernommen habe.
    Sommerloch ? JETZT SCHON ??

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