Schutzlos im Flüchtlingsheim?

Wer schützt eigentlich Flüchtlinge in Deutschland vor brutalen Übergriffen durch Asylbewerber anderer ethnischer oder religiöser Herkunft? Der deutsche Staat reagiert hilflos und die Verantwortlichen sprechen nicht gern darüber. Doch die Zuwanderer bekommen eine fatale Willkommens-Lektion.

Das Erstaufnahmelager im niedersächsischen Bramsche ist überfüllt, wie fast alle Erstaufnahmeeinrichtungen in Deutschland. Ursprünglich für 500 bis 600 Bewohner geplant, müssen mittlerweile 2000 Asylsuchende auf dem Gelände unterkommen. Der Aufbau von Wohncontainern und Zelten ist da unvermeidlich. Das Wort Notstand scheint kaum jemand offiziell benutzen zu wollen, dabei beschreibt es die Situation wahrscheinlich am besten. Mit der Überbelegung versuchen die Verantwortlichen aber gern zu begründen, dass es immer öfter zu Massenschlägereien kommt.  Mal gibt es Schwerverletzte, manchmal kam es in Asylheimen auch zu tödlichen Attacken. Ist das bei einem solchen Andrang unvermeidlich? Können deutsche Behörden gar nichts tun, außer im Ernstfall die Polizei zu schicken? Zunächst könnten sie aufhören, das Problem kleinzureden. (siehe auch hier)

In Bramsche traf es in der Nacht zum 22. Juli eine Gruppe von Syrern, die dem Krieg in ihrer Heimat entkommen konnten. Sie fühlten sich in Deutschland endlich in Sicherheit, was machte es da schon, dass sie in einem großen Zelt schlafen mussten. Das änderte sich schlagartig, als ihr Zelt von einer Gruppe junger Männer, mit Eisenstangen bewaffnet, überfallen wurde. Das Überfallkommando bestand aus Marokkanern, die nicht nur auf die Syrer einschlugen, sondern es auch auf Mobiltelefone und eventuelle Wertsachen der Kriegsflüchtlinge abgesehen hatten.

Im Gegensatz zu Syrien ist Marokko kein Kriegsgebiet. Sicher ist es keine Demokratie und politisch Verfolgte gibt es in dem Königreich auch. Doch im Vergleich mit Syrien, Teilen des Irak, Libyen oder Eritrea lebt es sich dort sicher und geordnet. Das Königreich ist für Europäer immer noch ein Urlaubsland. Auch deshalb ist es für Außenstehende völlig unverständlich, dass solche Taten kaum Einfluss auf den Fortgang des Asylverfahrens der Täter haben sollen. Das beeinflusst die Stimmung, allerdings spricht man lieber nicht offen über das Problem. Jeder scheut das Risiko, in die Ecke der Asylgegner und Ausländerhasser gestellt zu werden. Dabei ist das absurd, denn es geht ja zunächst vor allem um den Schutz der Flüchtlinge, die regelmäßig Opfer solcher gewaltsamen Übergriffe werden.

Wie beispielsweise der junge eritreische Flüchtling der sich im saarländischen Besseringen aus dem Fenster stürzte, um den afghanischen Mitbewohnern, die ihn angegriffen hatten, zu entkommen. Schwer verletzt überlebte er den Sturz. Die Polizei hielt es am Tag danach auch für möglich, dass er von seinen Verfolgern aus dem Fenster gestürzt wurde. Vor dem Fenstersturz gab es eine Massenschlägerei zwischen Eritreern und Afghanen.

Einige Stunden zuvor war die Polizei schon einmal in das Haus gerufen worden, um eine Massenschlägerei aufzulösen. Hier war ein kleiner Streit um eine Kleiderspende eskaliert. Bilanz: mehrere Verletzte.

Am Tag zuvor gab es eine Massenschlägerei auf dem Sportplatz der Asylbewerberunterkunft in München-Freimann. Der Sicherheitsdienst sah sich nicht in der Lage, wirksam einzuschreiten, als sich die Kontrahenten mit Steinen bewarfen. Erst als die Polizei anrückte, zerstreuten sich die Beteiligten eilends. Zurück blieb ein durch Steinwurf Verletzter.

Auch in Bramsche hatte es an diesem Wochenende wieder zwei Massenschlägereien gegeben, einmal mit 70 Beteiligten, wenige Stunden später mit 30. Auch hier wurde ein Mann aus dem Fenster gedrängt. Glücklicherweise überstand er den Sturz mit leichten Verletzungen.

In Ellwangen, der Landeserstaufnahmeeinrichtung von Baden-Württemberg, gab es wenige Tage zuvor einen brutalen Überfall auch hier wieder auf syrische Flüchtlinge. Die Herkunft der Täter beschreibt der Polizeibericht etwas wolkig mit „Nordafrikaner“. Überhaupt wird die Nationalität von Tätern und Opfern nur ungern genannt, obwohl sie doch vielleicht wichtig ist, um den Konflikt zu verstehen. Und der Verdacht, damit Ausländerfeindlichkeit zu schüren, ist ja angesichts der Täter-Opfer-Konstellation von vornherein absurd. Welche Gründe also hat das Schweigen?

Auffällig oft sind Syrer die Opfer, also genau die Kriegsflüchtlinge, mit deren Schicksal bei deutschen Nachbarn von Asylbewerberheimen um Verständnis und „Willkommenskultur“ geworben wird. Was aber ist eine „Willkommenskultur“ wert, wenn die Schutzsuchenden nicht einmal hier vor Gewalt geschützt werden?

Wenn so auffällig zurückhaltend über Vorfälle berichtet wird, dann gibt es meist einen Umstand, den man gern verschwiegen sehen möchte. Offiziell gibt es meist keine Auskünfte über die Ursachen der Schlägereien. Spielen vielleicht auch Islamisten eine Rolle? Sowohl unter den syrischen als auch unter den eritreischen Flüchtlingen gibt es etliche Christen. Kann das für islamistisch gesinnte Marokkaner oder Afghanen ein Motiv gewesen sein, sich genau diese Opfer zu suchen?

Der Autor dieser Zeilen weiß es in den beschriebenen Fällen auch nicht genau und stellt diese Vermutung nur an, weil es in der Vergangenheit in deutschen Flüchtlingsheimen wiederholt Versuche von islamistischen Heimbewohnern gab, mit Gewalt ihr Verständnis von islamischer Lebensweise durchzusetzen. (siehe auch hier)

Aber selbst wenn die meisten Gewalttaten in Asylbewerberunterkünften tatsächlich nichts mit dem Islam zu tun haben sollten, die Asylsuchenden – Täter und Opfer – lernen in ihren ersten Wochen eine fatale Lektion: Für sie kann oder will der deutsche Staat die hiesige Ordnung nicht durchsetzen. Letztlich werden alle Konflikte mit gewalttätigen Auseinandersetzungen ausgetragen, ganz wie in den Ländern, aus denen sie doch alle weg wollten. Aber dieser „Kultur“ der Konfliktbewältigung bleiben viele dann auch später treu, weil sie glauben, dass ihnen auch in Deutschland letztlich nichts anderes hilft.

Quellen:

http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/verletzte-bei-streit-niedersaechsischer

http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/merzig-wadern/merzig/besseringen/Besseringen-Diakonie-Fluechtlinge-Kleiderspenden;art446558,5830000

http://www.tz.de/muenchen/stadt/schwabing-freimann-ort43408/massenschlaegerei-fussballplatz-asylunterkunft-5272438.html

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Ueberbelegung-foerdert-Konflikte-unter-Fluechtlingen,massenschlaegerei120.html

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Polizei-stellt-sich-zwischen-streitende-Fluechtlinge-_arid,10271113_toid,290.html

 

3 Kommentare

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  3. Antimultkulti

    Man, ist das alles widerlich. Flüchtlingen helfen, Asylschmarotzer in 24h Entscheid ausweisen. Anders geht es nicht mehr. Zudem ist mir unverständlich, warum Gewaltstraftäter nicht sofort jeden Anspruch auf Aufenthalt verlieren. Was hier passiert beleidigt den gesunden Menschenverstand. Es ist nurmehr eine Art Religion und ihr Gott heißt „Multikulti“.

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