„Gebärmutter der islamischen Zivilisation“

Was wird eigentlich freitags so in deutschen Moscheen gepredigt? Imam Abdul Adhim Kamouss predigt dankenswerterweise auf Deutsch. Ist das ein Beispiel für Integration? Wenn man hineinhört, was er in der Berliner Bilal-Moschee seinen Gläubigen erzählt, welches Weltbild er verbreitet, dann sind wir es wohl, die sich integrieren sollten.

Wir erfahren nämlich von Imam Kamouss, dass das moderne Europa nichts anderes ist, als die undankbare Tochter der islamischen Zivilisation, denn: „Das moderne Europa ist aus der Gebärmutter der islamischen Zivilisation entstanden.“

Philosophie und Wissenschaft in Europa? Alles nur von den Muslimen geklaut. Nikolaus Kopernikus beispielsweise war ein Plagiator und hat nur den muslimischen Gelehrten Al Tusi kopiert. Überhaupt: „Europa wäre nichtig, wenn nicht die Muslime die Tataren gestoppt hätten!“ Ich Ungläubiger und Unwissender würde jetzt tatsächlich fragen, wann und wo die Muslime Europa vor den Tataren gerettet haben sollen. Leider beantwortet der Imam diese Frage in dem dankenswerterweise von Memri TV veröffentlichten Auszug aus der Berliner Predigt nicht. Aber der Originalton ist dennoch recht erhellend. Weiter hier: https://www.youtube.com/watch?v=zd78skGkACI

2 Kommentare

  1. Martin

    Interessanterweise sieht der Islam die westliche Zivilisation auch als „Tochter“ und als ungehorsame, bzw. undankbare, die dann wohl entsprechend vom Papa Islam gemaßregelt werden muß.

    Passenderweise vergißt er dann auch gleich, daß die Werke des von ihm groß im Mund geführten Averroes eben im Islam verbrannt und vernichtet wurden.

    Mal ganz abgesehen vom Oxymoron „islamische Zivilisation“.

    Interessierten würde ich das Buch „The Closing of the Muslim Mind: How Intellectual Suicide Created the Modern Islamist Crisis“ von Robert R. Reilly ans Herz legen. Sehr informativ und sehr erhellend.

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  2. dentix07

    Die Frage kann der Imam nicht beantworten! Weil die Muslime die Tataren/Mongolen nie gestoppt haben und sogar selbst erobert wurden!

    Wenn mit Al Tusi dieser gemeint ist: Sharaf al-Din Al-Muzaffar ibn Muhammad ibn Al-Muzaffar al-Tusi (1135-1213), dann weiß die allwissende Müllhalde namens Wikipedia z.B. über ihn:
    „Um 1154 ist er in Damaskus, wo er Mathematik und Astronomie (Euklid, Claudius Ptolemäus) unterrichtet,….“
    Und zu Claudius Ptolemäus (um 100-ca.160 n.Chr.) weiß Sie: „… war ein griechischer Mathematiker, Geograf, Astronom, Astrologe, Musiktheoretiker und Philosoph. Insbesondere seine drei Werke zur Astronomie, Geografie und Astrologie galten in Europa bis in die frühe Neuzeit als wichtige umfangreiche Datensammlungen und wissenschaftliche Standardwerke.
    So schrieb Ptolemäus die Mathematike Syntaxis („mathematische Zusammenstellung“), später Megiste Syntaxis („größte Zusammenstellung“), heute Almagest (abgeleitet vom Arabischen al-maǧisṭī) genannte Abhandlung zur Mathematik und Astronomie in 13 Büchern. Sie war bis zum Ende des Mittelalters ein Standardwerk der Astronomie und enthielt neben einem ausführlichen Sternenkatalog eine Verfeinerung des von Hipparchos von Nicäa (um 190 v. Chr.-ca.120 v. Chr.) vorgeschlagenen geozentrischen Weltbildes, das später nach ihm ptolemäisches Weltbild genannt wurde.“
    Somit war Al Tusi auch nur ein Plagiator, und zwar griechischen Wissens aus einer Zeit als der Islam noch rd. 500 Jahre in der Zukunft lag!

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