Tod im deutschen Flüchtlingsheim

Sie haben ihre Flucht überlebt und werden dann in Deutschland umgebracht, doch das sorgt für keinerlei Aufregung. Niemand fordert einen „Aufstand der Anständigen“, „Gesicht zeigen“ oder politische Konsequenzen.

Mitte August 2015 wird in einer Asylbewerberunterkunft in Wiesbaden eine tote 23-jährige Frau aus Eritrea gefunden. Die junge Frau wurde brutal abgestochen. Doch mehr als die Lokalpresse interessierte sich für den Mordfall nicht, vielleicht weil der Polizeisprecher mitteilte, dass man in diesem Falle nicht von einem ausländerfeindlichen Motiv ausgehe. Kein Wunder, ist doch ein Landsmann der Ermordeten dringend tatverdächtig.

Keine zwei Wochen vorher, am 3. August, wurde ein 19-jähriger Asylbewerber in der Asylunterkunft in Gelsenkirchen-Erle von einem Mitbewohner erstochen. Auch er war ein Toter, für den sich kaum jemand interessierte.

Ebenso unbeachtet starb ein 18-jähriger Syrer einen Monat zuvor in einem Leipziger Flüchtlingsheim, ebenfalls erstochen von einem anderen Heimbewohner.

Khaled Idris, der am Jahresanfang in Dresden erstochen wurde, bekam hingegen große überregionale Aufmerksamkeit, allerdings nur so lange, wie die Medien annehmen durften, dass der Täter aus den Reihen ausländerfeindlicher Deutscher kam. Sobald sich abzeichnete, dass auch hier ein Mitbewohner der Flüchtlingsunterkunft zugestochen hatte, verschwand das öffentliche Interesse an dem Fall. Nur die Opfer deutscher Täter scheinen vollwertige Opfer zu sein. Eine merkwürdige Kategorie, um das Mitgefühl für tote Flüchtlinge zu gewichten. Dass Asylbewerberheime nicht zu gefährlichen Orten für die Flüchtlinge werden, liegt in jedem Falle in deutscher Verantwortung, egal wer einen Bewohner bedroht.

Zu Brandstiftungen an Häusern, in die Asylbewerber einziehen sollten, zu den Pöbeleien und Aufmärschen vor Flüchtlingsheimen oder der ausländerfeindlichen Hetze im Internet äußern sich alle Politiker, bis hin zur Kanzlerin. Das ist ja auch nicht verkehrt, doch wenn gleichzeitig die Gewaltakte, bei denen es Tote und Verletzte gibt, weitgehend ignoriert werden, dann zeigt das von einer gestörten Wahrnehmung.

Wenn die Meldungen über Gewaltattacken von Zuwanderern gegen andere Zuwanderer in deutschen Asylbewerberunterkünften kaum wahrgenommen werden, erspart man sich auch die Forderungen nach besserem Opferschutz. Mittlerweile gehören nämlich Meldungen wie die folgenden zum traurigen Alltag in Deutschland. Ihre Publikation bleibt nur fast ausschließlich auf Lokal- und Regionalmedien beschränkt.

In der Nacht zum 6. August in einem Notzelt der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen. 14 albanische Männer im Alter von 15 bis 53 Jahren überfallen andere Flüchtlinge und schlagen sie brutal zusammen. Diese 14 wurden später wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und schwerem Landfriedensbruch verhaftet.

Schon in der Nacht zuvor hatte 40-bis 50-köpfige Gruppe die Notzelte überfallen. Sie schlugen und traten ihre Opfer. Zwei Menschen verletzten sie so sehr, dass diese im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Lokalpresse berichtet aus Gießen von regelmäßigen Gewaltvorfällen zwischen Asylbewerbern aus Balkanstaaten und aus Afrika.[1]

Weitere Beispiele finden Sie hier und hier

Aber vielleicht sollen sich die Flüchtlinge auch gleich an die neuen deutschen Zustände gewöhnen. Sie sollen gar nicht erst auf die Idee kommen, dem von manchen Eingeborenen noch gepflegten Glauben an das staatliche Gewaltmonopol und an Hilfe von der Polizei zu folgen. Schließlich könnte es sie ja in Stadtteile verschlagen, in denen das nicht mehr Teil der Wirklichkeit ist.

Wenn Polizisten in solchen Vierteln unterwegs sind, dann kann jeder kleine Einsatz in eine Massenschlägerei ausarten. Plötzlich sind die Polizisten von 30 bis 100 Personen umringt, die auf die Beamten losgehen. Auch dann, wenn die Polizei zu einer Massenschlägerei gerufen wird, mit der zwei Großfamilienclans einen Konflikt austragen, erleben es die Beamten nicht selten, dass dann beide Seiten zunächst einmal auf die Polizisten losgehen. In ihrer Welt wollen sie von der deutschen Polizei nicht gestört werden. Dass ihre Welt zu Deutschland gehört und deshalb deutsche Gesetze gelten, akzeptieren sie allenfalls, wenn um den Bezug von Sozialleistungen geht. Aber einmischen sollen sich die Deutschen nicht.

So war es auch in der Nacht zum 9. August in Düsseldorf. Erst wird die Polizei zu einer Schlägerei gerufen, dann waren 40 Beamte nötig, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, vier von ihnen wurden verletzt. Geschlagen hatten sich „Großfamilien aus Südosteuropa“ und Arnold Plickert, NRW-Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) weiß genau, warum die gemeinsam auf die Polizeibeamten losgehen: „Diese Gruppen wollen ihre Streitigkeiten unter sich austragen, sie brauchen keine Polizei.“[2]

In der Essener Innenstadt gab es eine Massenschlägerei mit ungefähr 100 Beteiligten aus Großfamilien. Welcher Herkunft diese genau waren, teilte die Polizei nicht mit. Eine Zeitung vermeldete, dass es diesmal keine libanesischen Großfamilien gewesen seien, eine andere verwies auf eine Herkunft vom Balkan.

Etliche durch Hieb- und Stichwaffen Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht, doch wenn Polizisten sich anschickten, dazwischen zu gehen, wurden sie angegriffen. Die Beamten mussten eine zusätzliche Hundertschaft von einem DFB-Pokalspiel abziehen, um nicht niedergeschlagen zu werden. Und auch wenn die Beamten Leib und Leben riskierten, wollte keiner der am Gewaltexzess beteiligten 100 Männer mit ihnen reden, so dass sie über die Ursache der Schlägerei nur Mutmaßungen anstellen können.

Soll sich die deutsche Polizei also aus bestimmten nicht-deutschen Streitigkeiten heraushalten? Zu dem Schluss kann man kommen, wenn man liest, wie rp-online den Polizeigewerkschafter zitiert: „In manchen Fällen, bei denen muslimische Gruppen dabei seien, sollten lieber Friedenrichter Streitschlichtungen übernehmen. Das deutsche Gesetz werde von manchen nicht respektiert – ebenso wenig wie die Polizisten, die zum Einsatz kämen, erklärt Plickert.“[3]

Der Gewerkschafter will sicher nicht empfehlen, das Feld einer Paralleljustiz zu überlassen, denn eigentlich fordert er ja, dass die Polizei so ausgestattet wird, dass sie stark genug ist, um keine rechtsfreien Räume zuzulassen.

Doch die Massenschlägereien von Großfamilien scheinen zu einer ganz eigenen Tradition in Deutschland zu werden. Am 10. August trafen sich wahrscheinlich libanesische Familienclans gleich zwei Mal zur Massenschlägerei mit Hieb- und Stichwaffen und am Ende drei Schwerverletzten. Auch hier war ein massives Polizeiaufgebot vonnöten, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen.

Manche Kommentare zu der Entwicklung sind interessant. Wer glaubt, jeder Kommentator würde nun fordern, der Clan-Gewalt Einhalt zu gebieten, irrt. Die Rheinische Post beispielsweise rät, sich angesichts der zunehmenden Ignoranz der eingewanderten Großfamilien-Clans gegenüber den in Deutschland gültigen Regeln an solche Szenen zu gewöhnen: „Die Polizei als Ordnungsmacht erkennen sie nicht im Geringsten an. Auch wenn sie sich die Köpfe untereinander einschlagen mögen – wenn es gegen den deutschen Staat geht, halten diese Kriminellen zusammen. Lieber ins Gefängnis gehen, als die Familie zu verraten, lautet ihr Ehrenkodex. Auch deshalb werden wir uns wahrscheinlich an Massenschlägereien zwischen verfeindeten Clans gewöhnen müssen. Die Polizei tut zwar alles in ihrer Macht Stehende, um diese Konflikte zu verhindern, deren Entstehung unter anderem mit einer verfehlten Integrationspolitik zusammenhängt. Aber allein schon wegen der Vielzahl anderer Sicherheitsprobleme im Land fehlt es der Polizei einfach an Personal, um diese Fehden dauerhaft zu bekämpfen“. Da muss man dann den Zuwanderern, die in ihrem Herkunftsland ebenfalls an gewalttätige Konfliktlösungen gewöhnt wurden, diesbezüglich kein allzu großes Umlernen mehr zumuten..

[1] http://hessenschau.de/gesellschaft/14-festnahmen-nach-ueberfall-auf-notzelt,festnahme-asylbewerber-giessen-100.html

[2] http://www.rp-online.de/nrw/panorama/phaenomen-massenschlaegerei-gewaltbereitschaft-steigt-aid-1.5301168

[3] Ebd.

6 Kommentare

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  5. Kowalski

    In Wien sind 1/3 aller von Ausländern verübten Morde vom Asylanten/Bewerbern begangen worden!Rechnen sie das mal hoch…

    Nach dem Mord durch einen Scheinasylanten und notorischen Lügner(so der Richter)an der Studentinn Susanna in Dresden(war es glaube ich)berichtete der MDR das so gut wie alle sexuellen Belästigungen dort durch „Geduldete“ -also Betrüger die trotzdem bleiben dürfen- begangen werden.So versuchen sie eine Frau zu finden denn ein Kind oder HEirat ist der schnellste Weg für immer bleiben zu können.

    https://messerattacke.wordpress.com/neue-falle-einsortieren/kriminalstatistik/

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  6. Arent

    Man könnte noch einen Schritt weitergehen & Medien & Parteien, die so selektiv berichten, Rassismus vorwerfen. Denn wenn der „Wert“ eines Toten von der Hautfarbe des Täters abhängt, dann sind Pro Asyl, Spiegel, ARD & Grüne exakt das: rassistisch.

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