„Juden kaputtschlagen“

GEHÖRT: Über den Antisemitismus an Schulen mit hohem Migrantenanteil und wie jüdische Lehrer damit allein gelassen werden.

„Also ich, ich kann überhaupt keine Juden leiden, egal ob die nett oder nicht nett sind, die sind einfach dreckig irgendwie“, sagt ein pubertierender Junge auf dem Schulhof laut und offen in das Mikrofon eines Radioreporters. Der Akzent verrät, dass Deutsch nicht seine Muttersprache ist. Ein Mitschüler sekundiert: „Wenn ein Jude unsere Schule beträte, ich weiß nicht, er wird dann, glaube ich kaputt geschlagen oder so. Ich würde ihn auch kaputtschlagen.“ Diese Aussagen kommen so klar und unverstellt, dass man beinahe sicher ist, dass diesen Jungs noch nie jemand deutlich gesagt hat, dass eine solche Haltung eigentlich  inakzeptabel ist.

Mit diesen Originaltönen beginnt eine kurze Reportage des Deutschlandfunks, in der es vor allem darum geht, wie jüdische Lehrerinnen an solchen Schulen mit dem weitverbreiteten Antisemitismus umgehen. Einige verschweigen an der Schule, dass sie Juden sind, andere müssen mit Anfeindungen leben. Alle haben erfahren müssen, dass sie keinerlei Rückhalt bei Kollegen oder der Schulleitung fanden, wenn sie antisemitische Vorfälle thematisierten. Entweder ernteten sie Schweigen oder die Aufforderung, antisemitische Äußerungen doch einfach zu überhören und ihr nicht so viel Bedeutung beizumessen.

Aufschlussreich ist auch der Besuch bei der Berliner Senatsschulverwaltung. Das Problem kann hier schon deshalb nicht in aller Schärfe existieren, weil die antisemitischen Vorfälle gar nicht extra erfasst werden. Kommt es trotz des Abwiegelns vieler Kollegien und Schulleitungen zu einer Meldung ans Schulamt, dann landet die statistisch in der Untergruppe „verfassungsfeindliche Äußerungen“. Ob muslimischer Antisemit oder hetzender Jungnazi, in dieser Statistik finden sie zusammen.

Das Schweigen der Lehrer hat sicher auch seinen Grund in der Unsicherheit, nicht zu wissen, wie man reagieren soll. Schulungen gibt es leider nicht. Zwar können Lehrer in vielen Kursen lernen, wie man Nazi-Codes erkennt und angemessen darauf reagiert, doch zum muslimisch geprägten Judenhass gibt es so etwas nicht. Den ganzen Beitrag hören Sie hier:

http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2015/08/14/dlf_20150814_0936_70482e0b.mp3

10 Kommentare

  1. Trouver

    Was unterscheidet „unakzeptabel“ von „verbrecherisch“?

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  2. Gert Weller

    Viele Juden in Deutschland(darauf legen sie wert), sind aber beschäftigt mit ihrem Deutschenhass und antideutscher Agitation, wie etwa die Kahane oder der Friedman. Wenn die der Antisemitismus der „Bereicherer“ nicht interessiert, kann er mir, als bösem Deutschen auch wurscht sein.

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    1. Morruz

      Ein Jude = alle Juden.
      Schon klar.
      Der „böse Deutsche“ beim Eiersammeln.
      Jämmerlich.

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  3. Benno III

    Der islamische Antisemitismus ist genauso ekelhaft wie der Antisemitismus der Nazis oder Neonazis.
    Nur hat der Islam, der ja laut Aussagen von Herrn Wulff oder Frau Merkel zu Deutschland gehört, offenbar Narrenfreiheit und steht unter dem Schutz höchster Stellen. Auch wenn einzelne Muslime sich mehr oder minder konsequent vom Antisemitismus distanzieren, so gibt es doch eine schweigende Mehrheit unter ihnen, die judenfeindlich gesonnen ist.
    Das ist schon lange bekannt, aber nichts passiert.
    Die Juden in Deutschland bei diesem Problem im Stich zu lassen, ist erbärmlich und eine Schande für unser Land ( auch wenn Justizminister Maas meint, besorgte Islamkritiker seien dies, die er in eine Ecke mit Nazis stellt).

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  4. Deti

    Ich wäre ja an eurer Seite. Aber A….kriechen ist der falsche Weg! Bekennt euch zur Religion – ihr habt mehr Weggefährten als ihr denkt.

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  5. Pingback: „Juden kaputtschlagen“ | Jihad Watch Deutschland

  6. A. Lund

    Kaum zu fassen, diese Anmoderation: „Wenn man lange auf keinem Schulhof war, kann man es kaum glauben ….“ Pardonnez-moi? Glauben? Entweder man weiß es seit mindestens einem Jahrzehnt oder man will es nicht wissen. „Es ist kaum zu glauben“ ist nichts anderes als ein gutmenschliches „Davon haben wir nichts gewusst“. Doch während die Urgroßelterngeneration noch einigermaßen verdeutlichen konnte, warum sie manchmal in der Tat nichts gewusst haben, klingt ein „Kaum zu glauben“ im Internetzeitalter wie die Ausrede eines Erstklässlers („Meine Mutter hat verschlafen“). Wie soll man bitteschön eine solche Presse, solche Medien (Deutschlandradio!!) über sich ergehen lassen, ohne vor Abscheu auszuspucken?

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    1. Morruz

      A.Lund,
      gelungener Kommentar, scharf und richtig formuliert.

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  7. Reinhard Wehpunkt

    „Wenn ein Moslem unsere Schule beträte, ich weiß nicht, er wird dann, glaube ich kaputt geschlagen oder so. Ich würde ihn auch kaputtschlagen.“

    Man stelle sich eine solche Aussage vor. Ein Orkan der Entrüstung, der Anbiederung und des Aktionismus würde ausbrechen, die Gauklers, Merkels, Gabriels und Co. würden scheinheilig Arm in Arm das Hohe Lied der Betroffenheit singen, der ‚Kampf gegen Rechts‘ würde sich überschlagen und ganz Deutschland müßte in Schutt und Schande versinken.

    Jedoch – es wurde ja nur gesagt:
    „Wenn ein Jude unsere Schule beträte, ich weiß nicht, er wird dann, glaube ich kaputt geschlagen oder so. Ich würde ihn auch kaputtschlagen.“

    Und das große Schweigen der Political Correctness fiel über das ganze Land und dessen Bevölkerung schaute satt und feige weg.
    Wie damals, 6 Millionen getötete Juden danach sind offenbar noch nicht genug.

    Aber irgendwo, irgendwo da oben knallen jetzt die Sektkorken, A.H. und seine Getreuen haben Grund zum Feiern, denn endlich, endlich geht es wieder weiter. Weiter mit neuem unverbrauchtem, frischem und kampfbereitem Blut.

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    1. Gleichantworter

      Wie Sie das zusammenkriegen weiß ich nicht..
      Ist doch schon irgenwie komisch, wie DIE Linksgrünen, die gerade die vielen Moslemmigranten zu Millionen hier her hohlen wollen, auch die GLEICHEN sind, die paranoid neurotisch gegen „RÄCHTZ“ agieren UND GLEICHZEITIG die Fresse feige halten, wenn die protegierten Moslems im Lande gleich, oder schon schlimmer (?) gegen Juden agieren.

      Alle Moralinsauertropfenden Etikettierungen wie zB „bigott“, etc sind unnütz.
      SO – wie oben angedeutet – wird im heutigen Deutschland von der herrschenden EUDSSR kapitalistischen Einheitspartei die Bevölkerung geteilt, um diese zu beherrschen. Denen ist alles strutzegal, ob damals 6 Mio, und morgen irgendwas anderes, die wollen nur herrschen koste es was es wolle und WEN es will ! Bei denen sind ALLE Regeln voll außer Kraft gesetzt.

      Da ist mal ganz entschieden Aufwachen und Aufstehen indiziert !

      Und :
      AH, wenn schon überhaupt, würde der „unten“ feiern, da wo es die ewige Finsternis hat und nach Schwefel riecht….

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