„Klassenherrschaft, Elend und Gewalt“

GELESEN: „Alles deutet darauf hin, daß solche Wanderungen insgesamt weit mehr Probleme schaffen, als sie lösen – und zwar nicht nur vorübergehend, sondern oft für lange geschichtliche Zeiträume. Weltweit haben Umsiedlungen und Vertreibungen größerer Bevölkerungsteile, wo sie nicht mit der völligen Verdrängung der Eingesessenen verbunden waren, in aller Regel zu Konflikten, Spannungen und Klassenherrschaft, zu Elend und Gewalt geführt.“ Der das 1982 schrieb, galt als linker Sozialdemokrat und war in seinem Leben u.a. NDR-Intendant. Wie man Martin Neuffer nach diesen Zeilen – die übrigens im Spiegel erschienen – heute politisch beurteilen würde, kann sich jeder ausmalen, der den ganzen Text gelesen hat.

Durch einen lesenswerten Artikel auf der „Achse des Guten“ (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fragen_und_entscheidungen_die_deutschland_nicht_mal_zu_denken_wagt) sind wir auf diesen lesenswerten alten Text zur damals schon prognostizierten Völkerwanderung gestoßen: „Dies abzulehnen heißt nicht, daß man es verhindern kann. Es ist durchaus zu erwarten, daß wir im Zusammenhang mit dem Wachstum der Weltbevölkerung in eine dreifache Größenordnung hinein noch vor Umsiedlungsprobleme in der Dimension von Völkerwanderungen gestellt sein werden. Der Auswanderungsdruck aus den Ländern der Dritten Welt mit ihrem explosiven Bevölkerungswachstum wird sich angesichts von Elend. Hunger und Hoffnungslosigkeit um ein Vielfaches steigern.

Die aktivsten Gruppen werden mit dem Mut, der Hartnäckigkeit und der Verschlagenheit der äußersten Verzweiflung auszubrechen suchen. Sie werden auf allen Wegen, mit allen Mitteln, unter allen Gefahren in endlosen Massen herandrängen – überallhin, wo es nur um ein geringeres besser zu sein scheint als in ihrer Heimat.“ Den kompletten Artikel von Martin Neuffer finden Sie hier: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14344559.html

 

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