Volksverhetzung in der Grundschule?

„Die Schüler werden in einigen Koranschulen rassistisch indoktriniert und radikalisiert. Bereits Achtjährige hetzen in den Klassen gegen Andersgläubige“[1], sagt Beate Altmann, Rektorin der Grundschule in der Stadtmitte in Neu-Ulm. In der Schülerschaft dieser Lehreinrichtung gibt es eine deutsche Minderheit von zehn Prozent, alle anderen haben einen „Migrationshintergrund“. Etliche muslimische Schüler hatten Anfang des Jahres nach dem Mordanschlag auf die „Charlie Hebdo“-Redakteure gesagt, dass die Zeichner den Tod verdient hätten, denn wer den Propheten beleidigt, muss damit rechnen, umgebracht zu werden.

Die Rektorin und ihre Lehrer wollten das nicht hinnehmen und wollten die Kinder an religiöse Toleranz gewöhnen. Eine simple Übung: Sie sollten die religiösen Symbole aller wichtigen Weltreligionen zeichnen, auch christliches Kreuz und Davidstern. Als die Kinder zögerten, fragten die Lehrer natürlich nach. Was Beate Altmann über die Antworten erzählt, spricht für sich: „Wenn sie Kreuze malen oder auch nur anschauen, dann würden sie ihre Islamkraft verlieren. Sie käme dann in die Hölle und das wollen sie ja nicht. Für sie sind Christen ja Menschen, die man eigentlich töten müsste, Christen sind schlimm und Juden sind aber noch schlimmer, die würden auf der Stufe von Schweinen stehen.“

Volksverhetzung von Zehnjährigen? Auch wenn die Kinder nicht strafmündig sind, Beate Altmann rief in Abstimmung mit dem Lehrerkollegium die Polizei. Die sollten ein Ermittlungsverfahren eröffnen, denn vor allem will die Rektorin denen in die Parade fahren, die die Kinder indoktrinieren. Wenn sie die Schüler gefragt hatte, woher sie solche mörderischen Gewissheiten über Christen und Juden hätten, gab es zwei Quellen: „Da kam dann immer wieder raus, dass einige meiner Kinder durch ihre Eltern und Großeltern einen sehr intensiven Bezug zum Islam, zum Koran haben und auch sehr oft in den Moscheen sind an den Wochenenden und in den Ferien immer und dort von den Hodschas und Imamen entsprechend indoktriniert werden, ohne zu reflektieren.“[2]

Von den ermittelnden Polizeibeamten hörte sie auch, dass sie mit ihrem Problem nicht allein ist, allerdings gäbe es wenig Anzeigen. „Das gibt’s an vielen Schulen in Deutschland, man traut sich bloß nicht, das immer wieder zu diskutieren“, sagte ihr ein Ermittler. In einer Fernsehdiskussion im SWR wurde Altmann am letzten Freitag (2. Oktober) von der Schauspielerin Natalja Wörner dafür kritisiert, die Kripo an die Schule geholt zu haben. Das ginge zu weit und würde die Kinder instrumentalisieren. Aber was sollte sie dann tun? Wegsehen? Soll das der Standard sein bei Straftaten, die von nicht strafmündigen Kindern begangen werden?

Altmann verwies auf die Fürsorgepflicht für ihre Schüler. Es kommt ihr vor allem darauf an, gegen die Islamisten ein Zeichen zu setzen: „Ich möchte auch, dass diese Moscheen wissen, dass wir hinschauen, dass wir uns wehren“. Ob dieses Signal allerdings auch entsprechend wirken, ist fraglich, denn die deutsche Justiz kann kaum etwas tun. Mitte der Woche wurde das wegen Volksverhetzung eingeleitete Ermittlungsverfahren eingestellt. Sie seien auf eine Mauer des Schweigens gestoßen, sagen die Ermittler. Alle, die sich in den letzten Wochen zu wackeren Kämpfern gegen Hass und Hetze erklärten, hätten doch an Schulen mit höherem muslimischem Schüleranteil ein dankbares Betätigungsfeld. Aber gekämpft wird ja nur gegen Hass und Hetze von rechts. Mit Islamisten mag sich niemand anlegen. Und an deren Hass, Hetze und Gewalt sind die Flüchtlinge, die aus Syrien kommen, ja auch gewöhnt. Schließlich sind viele von ihnen ja genau davor geflohen. Bei islamistischer Hetze wegzusehen ist schon eine perverse Form der „Willkommenskultur“.

[1] http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Muslime-zeigen-Flagge-id35647892.html

[2] Dies und alle folgenden Zitate aus: http://www.swr.de/nachtcafe/sendung-am-2-fremde-heimat-deutschland/-/id=200198/did=16030462/nid=200198/zd1b2a/

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.