Klimaerkältung

Hätten wir noch die Zeiten vor dem gegenwärtigen unerklärten Ausnahmezustand, würden sich die deutschen Medien und die deutschen Politiker schon warmlaufen für die UN-Klimakonferenz, die Ende November in Paris beginnt. Hausbesitzer, die sich weigern, ihre denkmalgeschützten Fassaden mit Wärmedämmplatten zu verschandeln würden an den Pranger gestellt, weil sie ich mitschuldig machen an der Klimaerwärmung und dem baldigen Versinken einiger Eilande im Pazifik.

Stattdessen rattern heute in vielen deutschen Städten die Dieselmotoren, um in Frostnächten die großen Sommerzelte zu beheizen, in denen Asylbewerber ihren ersten Kälteeinbruch in Deutschland erleben. Zum Glück ist die Schnittmenge zwischen den Deutschen, die sich vor der Klimaerwärmung fürchten und denen, die furchtlos und freudig der Masseneinwanderung jedweden Ausmaßes ihr „Refugees welcome“ entgegenrufen, recht groß. Deshalb wird vorerst niemand auf die Idee kommen, die Zuwanderung müsste aus Gründen des Klimaschutzes begrenzt werden.

Asylbewerber sind also wichtiger als das Klima. Es wäre ja eigentlich ein hoffnungsvolles Zeichen, wenn manche Ideologen tatsächlich den Problemen lebendiger Menschen Priorität vor eher theoretischen Ängsten einräumten, wüsste man nicht, dass viele der Flüchtlingsbegrüßer auch bei der Zuwanderung eher eine Art der ideologischen Erfüllung genießen, als dass sie wirkliche Empathie für die ankommenden Menschen empfinden.

Auch denen, die den Mangel an wärmenden Unterkünften verwalten, scheint etwas Einfühlungsvermögen oder Gestaltungswillen zu fehlen. Sicher kann niemand mehr Raum schaffen. Doch wenn beispielsweise in Hamburg Flüchtlingsfamilien mit Kindern in die laufenden Kameras klagen, sie hätten keine beheizbare Behausung, dann ist das nur wieder eines der vielen Zeichen des Staats- und Verwaltungsversagens auf allen Ebenen im Umgang mit der Flüchtlingskrise. Dass dieser Umstand beklagenswert ist, dürfte unstrittig sein. Aber kaum einer der Berichterstatter, die mitleidig über die frierenden Kinder berichteten, stellte sich und den Verantwortlichen die Frage, wie es sein kann, dass bei 80 Prozent junger, starker Männer unter den Asylbewerbern ausgerechnet die Schwächsten, die Familien mit kleinen Kindern, keinen warmen Schlafplatz haben.

Die angesichts der realen Kälte gern beklagte soziale Kälte scheint unter den Asylbewerbern und denen, die ihre Unterbringung verwalten, nicht weniger verbreitet zu sein, als unter den als kalt geltenden autochthonen Deutschen. Aber wir wollen hier kulturelle Unterschiede nicht verwischen. Die meisten Flüchtlinge kommen aus Kulturen, in denen man immerhin für die seinen sorgt. Die hiesigen Einheimischen haben mehr und mehr gelernt, diese Fürsorge dem Staat zu überlassen. Dessen scheinbare Warmherzigkeit wird sich aber über kurz oder lang in der permanenten Überforderung auflösen.

2 Kommentare

  1. Christian Schulz

    Das Gute an der Krise ist, dass sich auch bei den Verantwortlichen die Erkenntnis weiter durchsetzt, dass Politik und Realität in der faktischen Umsetzung auseinander driften, es aber allein auf die Realität ankommt. Dies wäre ein echter Nutzen der Kriae.

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  2. Walter

    Man sorgt für die Seinen-der Mann steht aber trotzdem über allem.Wie bei Löwen bekommt erst der Chef das Essen etc.
    Wie sagte ein Asylbewerber doch in die Kamera:Das Essen ist schlecht…das kann man Hunden geben..das ist für Frauen…
    https://www.youtube.com/watch?v=ZgYh61YvYDo

    der selbe Typ wurde übrigens vor ca. 1-2 Woche hier
    https://twitter.com/EU_MilitiaWatch als Milizkämpfer enttarnt!!!!

    Die LEute setzen dafür einfach die facebook Gesichterkennung ein,aber unsere Politiker wissen von nichts!

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