Schwule Freunde der AfD?

Die AfD wird, wenn wir mal all die Zuschreibungen von rechtsextrem, rechtspopulistisch, rassistisch und fremdenfeindlich beiseitelassen, trotz ihrer recht präsenten Vorsitzenden gern als die Partei der älteren, weißen, heterosexuellen Männer dargestellt, die mit allen Minderheiten, auch mit Homosexuellen, ihre Schwierigkeiten haben. Schwule AfD-Wähler dürfte es in diesem Weltbild eigentlich nicht geben Wenn also ein Autor in einem Schwulenmagazin erklärt, warum gerade er als homosexueller Mann sich über den Wahlerfolg der Partei freut, die sich mit am wenigsten um spezielle queere Belange zu kümmern verspricht, so lässt das schon aufmerken und sagt einiges über die Stimmung im Lande.

Daniel Berger versucht in Gaystream zu erklären, warum auch Schwule ganz bewusst ihr Kreuz bei der AfD gemacht haben:

Vielleicht, weil sie ahnen, dass es besser ist, kein gleichgestelltes Adoptionsrecht zu haben, als in ein paar Jahren vor einem Scharia-Gericht zu landen, weil sie Sex mit einem anderen Mann hatten. Oder wenn wir es nicht ganz so extrem prognostizieren wollen, einfach vor einer Schwulenbar unter „Allah-ist-groß“-Rufen zusammengeschlagen zu werden. Und dann von den linken Mitbrüdern und –schwestern zu hören, sie dürften nicht über die Nationalität und Religion der Täter sprechen. Denn das sei rassistisch.[1]

Und ähnliche Vorwürfe werden diese schwulen Männer auch zu hören bekommen, wenn sie nicht bereit sind, zu stummen Extremmasochisten zu werden und es weiterhin wagen ihren Mund aufzumachen. Dadurch werden sie sich in der Ecke, die sie jetzt aus Protest betreten haben, erst so richtig einrichten. Und dann vielleicht bemerken, dass die Menschen in CSU und AfD gar nicht so homophob sind, wie man ihnen bislang immer eingeredet hat. Dass es dort viel mehr engagierte schwule Männer gibt, als erwartet. Und diese dort genauso viel oder wenig akzeptiert werden wie jeder andere Hetero-, A- oder wie auch immer –sexuelle.

Und das, was in der gesamten Gesellschaft zu beobachten ist, sieht Berger in der „Homo-Welt“ sogar noch etwas zugespitzt:

Je heftiger die großen Medien gegen die AfD wetterten, je öfter sie jubelten, dass Häuser von AfD-Politkern beschmiert und ihre Autos abgefackelt wurden, je intensiver sie ihre heimliche Freunde darüber nicht verbergen konnten, dass die AfD wieder mal ausgeladen wurde, dass einer ihrer Politiker unbedacht etwas Dummes herausgerutscht war oder ihnen die Anmietung eines Lokals verweigert wurde – umso deutlicher fiel der prozentuale Anstieg der Zustimmung für die AfD aus. Besonders bezeichnend auch in der Homo-Welt: das Magazin, das am heftigsten gegen die AfD und besonders deren weibliche Politikerinnern ätzte, musste bei einer Wahlumfrage schockiert feststellen, dass seine Leser die AfD auf den dritten Platz wählen würden. 

Auch dieses Ergebnis zeugt jetzt nicht davon, dass die „Homosexuellen in der AfD“ politisch so überzeugend wären oder heimliche Zauberkräfte durch attraktives, halbnacktes Auftreten in der Schwulenszene verströmen würden. Es liegt schlicht an der Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft der Medien generell und der auf linksqueere Ebene gleichgeschalteten Homo-Medien.

Nun merkt man auch Berger an, dass er sich politisch eigentlich lieber anders vertreten ließe als von der AfD. Aber dieses Angebot gibt es nicht. Auch weil die politische Landschaft durch das Wirken wohlmeinender journalistischer Meinungsbildner unnötig polarisiert wird und außerdem letztlich das Gegenteil des Gewünschten erreicht.

Wenn Ihr so weitermacht, werdet ihr eines Tages der Kanzlerin Petry in den Hintern kriechen müssen

Daher mein Tipp an meine Kollegen: Wenn Ihr wirklich etwas gegen die AfD machen möchtet, fangt endlich an echten Journalismus zu machen! Berichtet ebenso schonungslos, wie ihr zurecht über rechte Gewalttäter informiert über die Verbrechen der Linksradikalen und über die Probleme, die die Islamisierung Europas mit sich bringt!

 

[1] Alle kursiv gesetzten Passagen aus:  http://www.gaystream.info/ – !Warum-ich-mich-als-schwuler-Mann-%C3%BCber-die-Wahlergebnisse-von-gestern-Abend-freue/cjds/56e683120cf2bc133b9f76b9

 

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