Grenzen und Gewaltfreiheit – Der Morgendurchblick…

…DURCH DIE MONTAGSMELDUNGEN:

70 Tote bei islamistischem Anschlag auf Christen.

Bei einem islamistischen Selbstmordanschlag in der Nähe eines Spielplatzes in der pakistanischen Millionenstadt Lahore sind am Sonntag etwa 70 Menschen getötet und mehr als 340 weitere verletzt worden. Die meisten der Opfer seien Frauen und Kinder, teilten die Behörden mit. Der Attentäter habe die Bombe in einem Park wenige Meter von Kinderschaukeln entfernt gezündet. Der Park war an einem der ersten warmen Abende des Jahres besonders gut besucht. Der Täter brachte nach offiziellen Angaben etwa 20 Kilogramm Sprengstoff zur Detonation. Seine Sprengstoffweste sowie ein Rucksack hätten auch Schrauben enthalten, die den verheerenden Effekt der Explosion noch vergrößerten. Der Taliban-Ableger Jamaat-ul-Ahrar erklärte kurz nach der Tat, Ziel des Anschlags seien Christen gewesen. An Ministerpräsident Sharif gehe die Botschaft, dass man in Lahore Fuß gefasst habe. „Er kann machen was er will, aber er wird uns nicht stoppen können. Unsere Selbstmordattentäter werde solche Anschläge wiederholen.“ In dem Park hätten viele Christen Ostern gefeiert, sagte der hohe Verwaltungsbeamte Mohammad Usman.  http://orf.at/stories/2331439/2331440/

Vor der Schlacht um Mossul

Die Offensive der irakischen Armee gegen den „Islamischen Staat“ (IS) in der Provinz Ninive hat Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Ganze Familien suchten Zuflucht jenseits der Front im kurdischen Autonomiegebiet, wie die Agentur AFP berichtet. Die Armee und verbündete Milizen hatten am Donnerstag in der Provinz Ninive eine neue Offensive gestartet, um die Provinzhauptstadt Mossul zurückzuerobern, die IS-Hochburg im Irak. Die Regierungstruppen rückten von ihrer Basis in Machmur zur Ortschaft Kajjarah vor, rund 60 Kilometer südlich von Mossul. Derzeit konzentrieren sich die Kämpfe laut AFP um mehrere Dörfer westlich von Machmur. Einige der Familien, die vor den Kämpfen flohen, brachten in ihren Autos Verletzte und auch Tote mit. Ein Mitglied des Provinzrats von Ninive, Ali Chodeir Ahmed, sagte, bisher seien rund 3000 Menschen in Machmur eingetroffen, doch stelle die irakische Zentralregierung ihnen keinerlei Unterstützung zur Verfügung, sodass sie in einem Stadion untergebracht werden müssten. Er rief die Regierung auf, Lager für die Flüchtlinge zu schaffen. „Die Situation dieser Menschen ist sehr schlecht, sie hatten kaum die Zeit, einige persönliche Sachen mitzunehmen“, sagte er. Mehr hier: http://www.spiegel.de/politik/ausland/mossul-tausende-iraker-fliehen-vor-offensive-gegen-is-miliz-a-1084317.html – spRedirectedFrom=www&referrrer=

Weniger Tote durch Waffenstillstand

Die Zahl der zivilen Opfer in Syrien ist wegen des Waffenstillstands so niedrig wie seit Jahren nicht. Seit dem 27. Februar seien in den Gebieten, wo die Waffenruhe weitgehend halte, 174 Zivilisten getötet worden, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern mit. In den Gebieten unter der Kontrolle der Islamisten seien 189 Zivilisten getötet worden. Im Vormonat seien noch mehr als 1.100 Zivilisten getötet worden. Die Gesamtzahl von 363 toten Zivilisten in einem Monat sei zudem die niedrigste seit November 2011, als 296 Zivilisten getötet worden seien, teilte der Chef der Organisation mit Sitz in Großbritannien, Rami Abdel Rahman, mit. Die Angaben der Organisation, die sich auf ein dichtes Netz von Informanten vor Ort stützt, sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen. Mehr hier: http://orf.at/stories/2331464/

Korrigierte Opferzahl aus Brüssel

Fast eine Woche nach den Brüsseler Terroranschlägen herrscht weiter Verwirrung über die Opferzahl. Das nationale Krisenzentrum korrigierte am späten Sonntagabend frühere Informationen und sprach nunmehr von mindestens 31 Terroropfern, deren Leichen an den Tatorten geborgen worden seien. Hinzu kommen demnach die drei Selbstmordattentäter. Ein Sprecher des Krisenzentrums wies allerdings auch noch darauf hin, dass die Zahl der Toten eigentlich noch höher sei, weil weitere Menschen in Krankenhäusern verstorben seien. Die Verwirrung sei der sich entwickelnden Situation geschuldet, sagte der Sprecher. Außerdem seien für die Zählung der Leichen am Tatort und der in den Krankenhäusern verstorbenen Menschen unterschiedliche Stellen verantwortlich. Für letztere ist demnach letztlich das Gesundheitsministerium und nicht das Krisenzentrum zuständig. „Der Informationsfluss braucht Zeit“, sagte der Sprecher. Mehr hier: http://www.faz.net/aktuell/politik/kampf-gegen-den-terror/terrorismus-opferzahl-in-bruessel-wohl-hoeher-als-bekannt-14147848.html – /elections

Wiederaufbau in Palmyra?

Die vom Islamischen Staat (IS) teilweise zerstörte antike Stadt Palmyra in Syrien soll wieder aufgebaut werden. Die Armee hatte die Oasenstadt nach langen Kämpfen in der Nacht auf Sonntag zurückerobert. Seit der Besetzung durch den IS sprengten die Dschihadisten den rund 2.000 Jahre alten Baal-Tempel, den Baal-Schamin-Tempel sowie mehrere einzigartige Turmgräber, den Triumphbogen und einen Teil der berühmten Säulenstraße. „Wir werden die zerstörten Tempel in einer Weise wieder aufbauen, die ihre historische Identität bewahrt“, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur SANA am Sonntag den Leiter der syrischen Museums- und Altertumsbehörde, Mamun Abdul-Karim. Für die Rekonstruktion sollen demnach originale Felsblöcke sowie neue aus den Steinbrüchen der Umgebung benutzt werden. Die UNESCO teilte mit, so bald wie möglich eine Kommission zur Sichtung der Kriegsschäden in die historische Oasenstadt entsenden zu wollen. Die Organisation der Vereinten Nationen werde am 4. April über einen Besuch beraten, sagte die russische UNESCO-Vertreterin Eleonora Mitrofanowa am Sonntag in Moskau. Sobald man einen Überblick über die Schäden habe, werde man auch über eine mögliche Wiedererrichtung der zerstörten Denkmäler beraten. Mehr hier: http://orf.at/stories/2331398/2331399/

Keine 800000 Wartenden

Libyen wird von zwei rivalisierenden Regierungen und Dutzenden bewaffneten Milizen beherrscht. Auch der Islamische Staat ist im Lande aktiv. Dass es dennoch eine funktionierende libysche Küstenwache gibt, ist da eine zunächst überraschende Nachricht. Ebendiese Küstenwache hat gestern drei Boote mit etwa 600 Migranten auf dem Weg nach Europa abgefangen. Die drei großen Schlauchboote seien an der Küste vor Sabratha, rund 70 Kilometer westlich der libyschen Hauptstadt Tripolis gestoppt worden, teilte Marinesprecher Ajub Kassem mit. Der Sprecher wies zugleich eine Äußerung von Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian als „übertrieben“ zurück, wonach in Libyen rund 800.000 Migranten auf eine Überfahrt nach Europa hofften. Auf das Jahr gerechnet würden dann täglich 2000 Menschen von der libyschen Küste starten, gab Kassem zu bedenken. Mehr hier: http://orf.at/stories/2331432/

Gewaltfreier schiitischer Protest

Angesichts der massiven islamistischen Gewalttaten nimmt man ja nicht an, dass es auch eine gewaltfreie islamische Protestkultur geben könnte. Zudem ausgerechnet im Irak. Doch genau damit überrascht jetzt der einflussreiche irakische Schiitenführer Moktada Sadr. Er hat gestern in der besonders stark gesicherten grünen Zone von Bagdad einen Sitzstreik begonnen. Er werde den Sitzstreik allein abhalten, hatte der 42-Jährige vorab mitgeteilt. Er will damit die irakische Regierung dazu bringen, vergangenes Jahr versprochene Reformen zur Bekämpfung der Korruption umzusetzen. Sadrs Unterstützer bauten ihm zwei Schaumstoffmatten und ein kleines Zeltdach auf. Die Sicherheitskräfte vor Ort hielten den Kleriker nicht von der Aktion ab. In der grünen Zone von Bagdad befinden sich die wichtigen Staatsinstitutionen sowie die meisten Botschaften. Sadrs Anhänger campieren bereits seit zehn Tagen an der Grenze der Zone und demonstrieren für die Reformen. Mehr hier: http://orf.at/stories/2331444/

Kurdischer Angriff auf Türken-Demonstration

Der türkische Kurden-Konflikt findet wieder stärker seinen Niederschlag in Deutschland. Mit Steinen und Feuerwerkskörpern haben Kurden gestern in Aschaffenburg eine von Türken organisierte Anti-Terror-Demonstration angegriffen. Anschließend verbarrikadierten sie sich in einem Haus und attackierten vom Dach aus die Polizei, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilte. Erst nachdem die Beamten Verstärkung angefordert hatten, gelang es ihnen am Abend, alle 32 Personen in dem Haus vorläufig festzunehmen. Wie die Polizei mitteilte, hatten sich rund 600 Menschen einem Demonstrationszug unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Terror“ angeschlossen, der von einem türkischen Staatsbürger angemeldet worden war. Dieser sei plötzlich von rund 30 Kurden attackiert worden. Mehr hier: http://orf.at/stories/2331436/

Deutsche Rüge für Grenzschließung

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat die Maßnahmen europäischer Staaten zur Verringerung des Migrantenzustroms scharf kritisiert. Durch die Schließung der sogenannten Balkanroute sei in Griechenland eine humanitäre Notlage entstanden, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Einzelne Länder hätten sich auf Kosten ihrer europäischen Partner eigener Probleme entledigt. So könne man in Europa nicht miteinander umgehen. Hochmoralische Kritik aus dem Zielland der Migrantenströme, das durch die ungeliebten Maßnahmen gerade auch etwas Entlastung erfährt und sich damit weiterhin um eigenverantwortliche klare Entscheidungen herumdrücken kann. Allein Deutschland hat es in der Hand, falsche Anreize, wie die lockende Rundumversorgung, abzuschaffen und andererseits für Verfolgte legale Reisewege zu öffnen. Nach Angaben des Krisenstabs in Athen sitzen derzeit etwa 50.000 Flüchtlinge in Griechenland fest. Mehr hier: http://www.deutschlandfunk.de/fluechtlinge-steinmeier-kritisiert-staaten-fuer-schliessung.447.de.html?drn:news_id=596569

Helfer-Mangel im Asyldienst?

Das Deutsche Rote Kreuz wird nach Worten seines Präsidenten Seiters weitere Helfer benötigen, um im Frühling und Sommer ankommende Asylbewerber zu versorgen. Man wisse nicht, wie sich die Situation im Einzelnen entwickeln werde, sagte Seiters der Deutschen Presse-Agentur. Man bereite sich darauf vor, nicht nur in diesem großen Ausmaß helfen zu müssen wie bisher, sondern auch darauf, dass zusätzliche Helferinnen und Helfer benötigt würden. Das DRK hat Seiters zufolge derzeit mehr als 25.000 Ehren- und Hauptamtliche in der Flüchtlingshilfe im Einsatz. Die Organisation betreibe 490 Notunterkünfte in Deutschland, in denen derzeit 141.000 Menschen betreut würden. Mehr hier: http://www.deutschlandfunk.de/fluechtlinge-seiters-rotes-kreuz-braucht-zusaetzliche-helfer.447.de.html?drn:news_id=596537

Kampf ums Rauchen

Am Samstagabend kam es in einer Asylbewerberunterkunft in Zirndorf zu einer Auseinandersetzung, bei der ein Sicherheitsdienstmitarbeiter niedergeschlagen und fünf weitere leicht verletzt wurden. Anlass war ein Hinweis auf das Rauchverbot in der Unterkunft. Unvermittelt ergriffen mehrere umstehende Bewohner Partei für ihren ukrainischen Landsmann und schlugen den Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes nieder. Fünf weitere Männer des Sicherheitsdienstes eilten zu Hilfe, um ihren verletzt am Boden liegenden Kollegen zu bergen und wurden ebenfalls von Bewohnern der Gemeinschaftsunterkunft geschlagen. Sie wurden leicht verletzt und konnten von Rettungsdienst vor Ort versorgt werden. Der niedergeschlagene Mann wurde mit Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Von herbeigerufenen Polizeistreifen konnten 15 Tatverdächtige ermittelt und festgenommen werden, wovon alle 15 mehr oder weniger unter Alkoholeinfluss standen. Mehr hier: http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/news/presse/aktuell/index.html/238825

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